Finanzstudentin holte Sportaerobic-Staatsmeistertitel

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Jasmin Strobl gehört zur Elite des Sportaerobics. Kürzlich holte sie sich den Staatsmeistertitel.

Am 12. Mai erfüllte sich ein lang ersehnter Traum von Jasmin Strobl: Sie wurde österreichische Staatsmeisterin in Sportaerobic. Die 19. Meisterschaften fanden in Wörgl (Tirol) statt. „Es war eines meiner größten Ziele. Ich bin richtig erleichtert, dass ich es geschafft habe. Da ist viel Druck von mir abgefallen“, erzählt die 21-Jährige aus Stockerau (Bezirk Korneuburg), die in den Vorjahren zwei Mal den zweiten Platz belegt hatte.

Schon im Kindergarten hat sie mit Ballett begonnen. Mit sechs Jahren entdeckte sie dann Sportaerobic – es ist eine Mischung aus Akrobatik, Artistik, Modern Dance, Jazz und Aerobic Bewegungen und die Fähigkeit, diese Elemente zu einer schnellen Musik auszuführen. Seither ist es ihre große Leidenschaft. Sechs Mal in der Woche trainiert sie, wenn ein Wettkampf näherrückt, sogar zwei Mal pro Tag je drei Stunden, in der Früh und am Abend. Bei einem Wettkampf werden pro Übung zehn Elemente präsentiert. „Diese Übungen stellt man selbst zusammen. Je schwieriger sie sind, desto mehr Punkte erhält man, vorausgesetzt, man führt sie fehlerfrei aus“, erklärt Strobl, die beim Verein Gymnastic Academy Stockerau ist. Die Anweisungen für das Training erhält sie von Lubi Gazov, die 2014 Weltmeisterin wurde, per Skype. Trainiert wird sie dann von ihrer Mama.

„Als Hobby belassen“

Strobl studiert derzeit außerdem Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen. „Ich wollte Sportaerobic immer als mein Hobby belassen und im Beruf eine andere Richtung einschlagen. Ich wollte mir selbst nicht so viel Druck machen und wissen, dass ich aufhören kann, wenn es keinen Spaß mehr macht“, sagt Strobl, die schon seit Jahren Mitglied des österreichischen Nationalteams für Sportaerobic ist.

Einstweilen ist an aufhören aber nicht zu denken. Das nächste Ziel hat sie schon vor Augen: In zwei Wochen finden die Weltmeisterschaften in Portugal statt, wo sie erstmals in der Seniorklasse antreten wird.

( kurier.at , rieg ) Erstellt am 16.05.2018