Freerider Matthias Mayr und Restaurantleiter Lukas Rudolf

© /Pia Seiser

Krems
12/27/2015

Filmproduzent und Hauptdarsteller

Im "kunst.spiel" erzählt Freerider Matthias Mayr, vom Skifahren auf dem Vulkan und von neuen Filmideen.

von Pia Seiser

Die Sonne scheint durch den gläsernen Wintergarten des "kunst.spiel", glitzernde Luster hängen von der Decke. Am letzten Tisch sitzt Matthias Mayr, Orangensaft und Burger vor sich. Der Extremsportler ist nur noch selten in dieser Gegend. In Dross im Bezirk Krems ist er aufgewachsen, heute lebt er in Salzburg. "Dort bin ich schneller am Berg", sagt er.

Und dort gehört er hin: Matthias Mayr hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er produziert Freeride-Filme, und ist dabei selbst der Hauptdarsteller. Freeride bedeutet Skifahren im freien Gelände. Die Faszination daran? "Es kommt nie Langeweile auf. Der Schnee ist jeden Tag anders. Man ist körperlich und geistig immer neu gefordert", erklärt Mayr.

Der neueste Film ist erst im Oktober präsentiert worden: "OnekotanThe Lost Island". Darin befährt der Extremsportler mit zwei anderen Freeridern einen Vulkan auf der Insel. Onekotan ist die größte unbewohnte Insel der Kurilen, einer ostasiatischen Inselkette.

Eine Extrem-Erfahrung, sogar für Mayr: "Auf diese Insel würde ich nicht mehr fahren. Es ist sehr viel Leid für wenig Spaß." Mit einem Frachtschiff reiste das Team an, eine andere Möglichkeit gab es nicht. Über Eisplatten überquerten Mayr und seine Kollegen den See rund um den Vulkan. Einmal musste das Team sogar umkehren, bis es schließlich gelang, den Vulkan zu besteigen und zu bezwingen.

Neues Projekt

Derzeit arbeitet Mayr schon wieder an einem neuen Projekt. Zusammen mit Freerider Matthias Haunholder will er den höchsten Berg in Nord-Ost-Sibirien befahren. "Wir müssen mit Hilfe von Rentieren- oder Hundeschlitten rauf, dort gibt es nichts", erzählt Mayr, "es ist die kälteste Region der Welt." Im Jänner wollen sie für zehn Tage hinfahren, sich alles ansehen und versuchen zu dem Ort zu gelangen, von wo aus sie starten können. Gedreht werden soll im April.

Noch herrscht zu Hause bei seiner Familie aber ein wenig Ruhe in Mayrs Leben. "Hier ist es am Schönsten", sagt er, während er seinen Burger isst. Eigentlich ist das "kunst.spiel" auf Frühstück und Tapas spezialisiert. "Bei uns herrscht aber kein Zwang", sagt Restaurantleiter Lukas Rudolf, "man muss nichts Essen, sondern kann auch einfach auf einen Kaffee oder ein Achterl kommen." 40 offene Weine werden angeboten. Bis März hat das "kunst.spiel" noch offen, danach wird es bis 2017 umgebaut.

Bis dahin hat auch Mayr viel vor: Neue Ideen entwickeln, Filme produzieren und natürlich Ski fahren. Deswegen wünscht er sich für das neue Jahre vor allem eines: Schnee.

Webseite: www.onekotan.com

Itunes: https://itunes.apple.com/de/movie/onekotan-the-lost-island/id1042737167

Vimeo: https://vimeo.com/ondemand/onekotandeutsch

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