Chronik | Niederösterreich | Feuerwehr
06.07.2018

Jugendarbeit für eine starke Wehr

Die Freiwillige Feuerwehr Böheimkirchen ist eine der Viertelsieger beim KURIER-Feuerwehr-Voting.

Auf 150.000 Einsatz- und Trainingsstunden kam die Freiwillige Feuerwehr Böheimkirchen (St. Pölten-Land) alleine im letzten Jahr. Dafür verantwortlich ist vor allem die Nähe der Westautobahn, die direkt an der Mostviertler Gemeinde vorbeiführt.

Viele Einsätze finden deshalb im sogenannten technischen Bereich statt, also bei Auto- und Verkehrsunfällen. Aber auch der Katastrophenschutz spielt in Böheimkirchen – wo die Bevölkerung bereits einige Male mit Hochwasser zu kämpfen hatte – eine bedeutende Rolle.

Feuerwehrkommandant Leopold Stiefsohn sieht beim Katastrophenschutz einen der Hauptgründe dafür, dass die KURIER-Leser „seine Wehr“ zur beliebtesten im ganzen Mostviertel gewählt haben: „Die Menschen wissen unsere Präsenz in solchen Situationen besonders zu schätzen und sind für unsere Hilfe dankbar.“

69 Mann, 200 Einsätze

Der Böheimkirchner Bürgermeister Johann Hell sieht das genauso: „Die Feuerwehr nimmt im Sicherheitskonzept der Gemeinde eine zentrale Rolle ein und ist daraus nicht wegzudenken.“ Dabei sind Umweltkatastrophen speziell für Freiwillige Feuerwehren mit ihren vergleichsweise kleinen Mannschaften eine große Herausforderung. So rücken die 69 aktiven Mitglieder der Böheimkirchner Feuerwehr jährlich im Schnitt 100- bis 120 Mal aus. Zu Hochwasserzeiten können es laut Stiefsohn aber sogar an die 200 Einsätze sein.

Um dafür gerüstet zu sein, baut die Feuerwehr in Böheimkirchen auf die Nachwuchsarbeit. „Wir gehen gezielt in Kindergärten und Schulen, um möglichst früh das Interesse an der Feuerwehrarbeit zu wecken“, sagt der Feuerwehrkommandant.

Für Kinder und Eltern

Bei diesen Veranstaltungen würden nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen die Feuerwehr kennenlernen und deren Arbeit dann noch mehr schätzen, so Stiefsohn. Die Feuerwehrjugend in Böheimkirchen, die es seit mehr als 40 Jahren gibt, trainiert wöchentlich bei Einsatzübungen. Dass nur Buben „Feuerwehrmann“ werden wollen, zeigt sich dabei übrigens als überholt. Mehr als die Hälfte der Nachwuchskräfte ist weiblich.

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