"Es herrscht leider absolute Funkstille"

Die Pioniere sind vor allem im Hochwassereinsatz gefragt.
Foto: Bundesheer

Melk: Politiker und Offiziere kritisieren, dass beim Kasernenausbau nichts passiert

Manchmal lohnt sich ein Blick ins Archiv. "Noch heuer werden die Bagger fahren", sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos im Hinblick auf den Ausbau der Kaserne Melk. Der Sager, der viele Offiziere äußerst fröhlich stimmte, stammt allerdings aus dem Jahr 2009. Damals war der Minister zu Besuch beim Neujahrsempfang in der Kaserne Mautern.

Obwohl Darabos seither immer wieder betonte, rund 33 Millionen Euro für die Melker Pioniere investieren zu wollen, ist nichts passiert. "Das ist sehr bedauerlich", sagt Militärkommandant Rudolf Striedinger. "Wir wissen nicht, wann das Projekt gestartet wird." Heeresinsider berichten sogar, dass in der Causa "absolute Funkstille" herrschen würde.
Auch auf politischer Ebene sorgt das Zuwarten auf den Baubeginn für Unmut. "Es geht nichts weiter. Es wurde noch kein Cent verbaut", schimpft VP-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner. Nationalrat Karl Donabauer, der mit den Pionieren bestens vernetzt ist, weiß auch nichts Neues. "Ich versuche im Hintergrund Gespräche zu führen."

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(kurier) Erstellt am
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