Endspurt für das Millionen-Bad

Ein erster Blick auf das neue Erlebnisbecken. © Bild: Johannes Weichhart

Der Rohbau und das Erlebnisbecken wurden schon errichtet. Es gibt aber einen Unsicherheitsfaktor.

Es wird, so viel lässt sich schon sagen, nicht mehr allzu viel an das altehrwürdige Sommerbad in St. Pölten erinnern. Der Restaurantbereich bleibt zwar aus Gründen des Denkmalschutzes bestehen, aber das neue 460 Quadratmeter große Erlebnisbecken inklusive Strömungskanal und die 77 Meter lange Super-Rutsche werden dem Sommerbad ein völlig neues Erscheinungsbild verleihen. Blickfang ist das neue Hauptgebäude mit Sonnenterrasse und Umkleidemöglichkeiten. Wer an dem Areal im Süden der Stadt vorbeispaziert, der bekommt schon einen recht guten Eindruck wie die Fünf-Millionen-Euro-Investition aussehen wird. Denn das Haupt- und Nebengebäude sind im Rohbau schon fertig gestellt, seit Anfang März laufen die Innenverputzarbeiten. "Wir liegen voll im Zeitplan", freut sich Bürgermeister Matthias Stadler.HerzstückGeschraubt und gehämmert wird auch im Keller der Anlage. Hier befindet sich das Herzstück des Bades: die Wasseraufbereitungsanlage. Sie soll nicht nur energiesparsamer als die alte sein, sie erspart auch mühsame Handgriffe, weil vieles elektronisch geregelt werden kann.

Ende Mai sollen sich die Pforten des umgebauten Sommerbades für die Besucher öffnen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, steht noch nicht fest. Denn es gibt einen Unsicherheitsfaktor, der so gar nichts mit Technik zu tun hat. Insgesamt müssen 5500 Rasenfläche wieder hergestellt werden. Die Begrünung der Flächen wird je nach Witterung vier bis sechs Wochen dauern, unabhängig davon, ob der Rasen herkömmlich mit Samen angebaut wird oder ein Fertigrasen aufgebracht wird. "Die Fertigstellung des Rasens ist naturbedingt die einzige zeitliche Unsicherheit in dem Projekt. Den Rasen vor Anfang Mai aufzubringen, macht wenig Sinn, weil die Samen aufgrund der tieferen Temperaturen nicht keimen bzw. der Fertigrasen nicht anwächst. Nur eine günstige Witterung kann die Wartezeit auf die Eröffnung verkürzen", erklärt Ernst Karl, der Planer des neuen Sommerbades. Er empfiehlt das Bad erst dann zu öffnen, wenn der neue Rasen den überdurchschnittlichen Belastungen nach der Eröffnung auch tatsächlich standhält.

Erstellt am 11.03.2014