„Ein 25. Platz interessiert keinen“

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„Ein 25. Platz interessiert keinen“
03/01/2012

„Ein 25. Platz interessiert keinen“

Marc Digruber aus Mitterbach hat den Sprung ins Weltcup-Team geschafft. Der kernige Sportler will aber noch viel mehr.

von Johannes Weichhart

Er will ein Ski-Superstar werden. So wie Hermann Maier einer war, oder wie Marcel Hirscher, der derzeit weltweit die Massen begeistert.

Marc Digruber aus Mitterbach am Erlaufsee, Bezirk Lilienfeld, ist auf dem besten Weg dorthin. Mit Ehrgeiz und eisernem Willen schaffte der 24-Jährige den Sprung in das ÖSV-Weltcup-Team. Im KURIER-Interview spricht der sympathische Sportler über die bisherige Saison, seine Hoffnungen für die Zukunft und seine Berufspläne nach der Skikarriere.

KURIER:Herr Digruber, wie fährt es sich bei den Großen?

Marc Digruber: (lacht) Naja, man muss im Europacup genauso seine Leistung bringen wie im Weltcup. Aber dort herrscht eine andere Atmosphäre. Plötzlich stehen Fernsehkameras entlang der Piste und es sind viel mehr Fans da. Das erhöht natürlich auch die Anspannung vor jedem Rennen.

Was fehlt Ihnen eigentlich noch zur absoluten Spitze? Wenn man sich meine Trainingszeiten anschaut, nicht viel. Aber im Wettkampf hat man natürlich einen großen Nachteil, wenn man mit einer hohen Nummer starten muss. Bei den vergangenen Rennen waren die Pisten da meist schon in einem schlechten Zustand. Da wird es dann schwierig.

Was sagen Sie zu Marcel Hirscher. Ist er ein Vorbild?

Er ist einfach ein urgenialer Fahrer, schon immer gewesen. Er macht alles richtig, ist für sein Alter schon extrem weit und den anderen einen Schritt voraus.

Welche Pläne schmieden Sie für die Zukunft?

Ich muss einfach viele Punkte sammeln, um weiter nach vorne zu kommen. Dass ich auf einem guten Weg bin, konnte ich schon in Wengen und Chamonix beweisen. Aber man muss auch ehrlich sein: Ein 25. Platz interessiert in Österreich keinen.

In Chamonix konnten Sie beim Super-G Weltcup-Punkte holen. Haben Sie gefallen an den Speed-Disziplinen gefunden?

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die schnellen Bewerbe immer mehr reizen. Das Gefühl am Start ist einfach unglaublich, weil der Puls da in die Höhe schnellt.

Kürzlich sah man Sie bei einem Festakt in Polizeiuniform. Wird schon an einem zweiten Standbein gebastelt?

Anfang des Jahres wurde ich in den Polizeidienst aufgenommen. Die Ausbildung werde ich in Salzburg absolvieren. Zum Glück kann ich mich derzeit aber voll auf den Skisport konzentrieren. Aber eines ist klar: Sollte ich mich schwer verletzen, ist es wichtig ein zweites Standbein zu haben. Man kann ja nie wissen.

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