Die Schutzmauer in Loiben ist fertig gestellt. Die B3 ist wieder in beiden Richtungen befahrbar.

© KURIER/Jürgen Zahrl

Bauarbeiten
12/21/2014

Dürnsteiner müssen auf Flutschutz warten

Mehrkosten beim Hochwasserschutz Loiben verzögern Baustart in Dürnstein.

von Jürgen Zahrl

Aufregung herrscht rund um den geplanten Hochwasserschutz in Dürnstein, Bezirk Krems, seit bekannt ist, dass der Bau nicht gleich im Frühjahr starten kann. Weil die Kosten für den im Bau befindlichen Flutschutz in der Katastralgemeinde Ober- und Unterloiben laut Freiheitlichen um rund 20 Prozent gestiegen sind, musste die zuständigen Gemeinde Dürnstein auf die "Kostenbremse" steigen. Bürgermeister Johann Schmidl (ÖVP) versichert, dass Dürnstein eine Schutzmauer erhalten wird, muss allerdings auch zugeben, dass es zu einer Verzögerung kommen wird.

Debatte

Wie diese Tatsache von der ÖVP kommuniziert wird, gefällt FPÖ-Stadtrat Helmuth Weiss ganz und gar nicht. "Jede Würstelverteilaktion der ÖVP wird in den Medien breitgetreten, aber über diese Verzögerung werden weder die Gemeinderäte noch die betroffenen Bürger rechtzeitig und umfassend informiert", ärgert sich Weiss. Er befürchtet, dass der Hochwasserschutz in Dürnstein schlimmstenfalls erst in fünf Jahren errichtet werden kann. Er droht mit einer Überprüfung durch den Landesrechnungshof, sollten Ungereimtheiten beim Bau in Loiben auftauchen. Weiss will aber zuerst einen Bericht der Bauaufsicht an das Land NÖ und an die Gemeinde abwarten. "Sollte der Bericht aber zu wenig über die Kostensteigerung in Loiben Aufschluss geben, wird die FPÖ den Landesrechnungshof anrufen", droht Weiss.

Bau gesichert

ÖVP-Bürgermeister Schmidl versucht zu beruhigen. "Die betroffenen Bürger in Dürnstein sind bereits in einer Versammlung über die Umstände informiert worden", erklärt der Gemeindechef im KURIER-Gespräch. Im gleichen Atemzug gibt er auch zu, dass der Kostenrahmen für den Bau des Hochwasserschutzes in Loiben nicht ausreicht. Er sieht aber keinen Grund zur Sorge. "Weil Mehrkosten entstanden sind, müssen wir jetzt schauen, dass wir in Dürnstein eine preiswertere Schutzmauer errichten können", erklärt Schmidl, der bereits Vorgespräche mit Bund und Land geführt hat. Schmidl rechnet, dass der weitere Bau im kommenden Herbst starten kann.

Unterdessen dürfen sich die Autofahrer über die aufgehobene Einbahnregelung bei Loiben freuen. Die B3 kann wieder in beide Richtungen befahren werden.

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