Entlang der Straßen werden die Bürger mit Wahlplakaten überhäuft

© /Stefan Sailer

Wolkersdorf
01/21/2015

Die Mandate sind heiß-begehrt

Sieben Parteien kämpfen um einen Sitz im Gemeinderat.

von Stefan Sailer

Nicht weniger als sieben Parteien werden am Sonntag bei den Gemeinderatswahlen antreten und um 29 Mandate kämpfen. Neben den Neos, die auch in der Bundespolitik vertreten sind, kandidieren erstmals zwei Bürgerlisten. Für den Gemeinderat verspricht das möglicherweise ein buntes Treiben. Vor italienischen Verhältnissen fürchtet sich dennoch niemand. "Dafür ist die ÖVP immer noch zu stark", sagt "MITuns"-Spitzenkandidat Johannes Schwarzenberger.

Dominanz brechen

Dennoch haben die drei Parteien ein gemeinsames Ziel: Die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen. Es brauche mehr Mitgestaltung seitens der Bürger, fordert Neos-Kandidat Dietmar Höfner: "Wir wollen für Transparenz sorgen und mehr Licht ins Dunkel bringen." Schwarzenberger führt wiederum die vielen jungen Personen an, die sich für die Gemeinde engagieren wollen: "Aber das ist in einem Einparteiensystem nicht möglich."

Ähnliche Erfahrungen hat Fritz Gepp, Spitzenkandidat des "Bürgerforums für Wolkersdorf" gemacht. Der ehemalige FPÖ-Gemeinderat kritisiert, dass auch auf Gemeindeebene viel zu oft Themen von außen dominiert werden: "Die Kommunen kann man aber nicht miteinander vergleichen. Einen Plan für alle gibt es nicht."

Einen Masterplan bis 2025 hat wiederum Schwarzenberger. Seiner Ansicht nach muss die Belebung des Stadtzentrums endlich in Angriff genommen werden: "Innerhalb eines Jahres wird es nicht umgesetzt sein, aber der Anstoß muss jetzt fallen." Zudem möchte er die Kulturszene in der Stadt wieder auf private Beine stellen.

Die Neos wollen in der nächsten Periode die Bildung forcieren. Bei der Kinderbetreuung müsse es mehr Angebot geben. Gepp will hingegen dem Bürgerforum eine Stimme verleihen. Vorschläge sollen darin gesammelt und anschließend im Gemeinderat eingebracht werden. "Wenn man nicht selbst mitgestaltet, kann man nur ja oder nein sagen," rechtfertigt Gepp seine Kandidatur.

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