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Chronik Niederösterreich
05/21/2021

Der Ruf nach Blut: Spender dringend gesucht

In der Pandemie haben weniger bei den Blutbanken gespendet, eine Entspannung zeichnet sich derzeit nicht ab.

von Marlene Penz

In Österreich wird alle 90 Sekunden eine Blutkonserve benötigt. In Niederösterreichs Spitälern sind es rund 60.000 pro Jahr. Auch während einer Pandemie.

Doch nun vermeldet die Landesgesundheitsagentur, dass die Spendenbereitschaft gesunken sei. In den Blutbanken der NÖ Landeskliniken St. Pölten und Mistelbach-Gänserndorf seien die Spenden im Vorjahr um rund 14 Prozent gegenüber 2019 zurückgegangen. Eine Trendumkehr versprechen die Zahlen dort auch für heuer derzeit nicht. „Wir rufen die NÖ Bevölkerung daher dringend dazu auf, Blut spenden zu gehen“, appelliert Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Rund ein Drittel der Menge, die im Vorjahr in NÖ benötigt wurde, konnte durch die Blutbanken der Kliniken abgedeckt werden. Der Rest kommt vom Roten Kreuz.

Trotz Pandemie spenden

Doch dort ist das Bild ein anderes: „Wir hatten 2020 sogar ein Plus von 1,9 Prozent und waren selbst ein wenig überrascht“, sagt Sonja Kellner, Sprecherin des Roten Kreuzes NÖ. Durch die Unterstützung des Zivilschutzverbandes NÖ konnte man auch im fordernden ersten Jahr der Pandemie über 800 Blutspende-Aktionen durchführen, insgesamt nur 26 weniger als 2019.

Dennoch bleibt unterm Strich ein Spendenrückgang in NÖ. Um die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zum Blutspenden zu animieren, wird einmal mehr auf die umfassenden Corona-Hygienekonzepte hingewiesen, die sowohl bei den RK-Aktionen sowie in den zwei Blutbanken zum Einsatz kommen. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr hoch“, erklärt Harald Rubey, ärztlicher Leiter der Blutbank des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.

Corona-Impfung

Durch Corona gilt es für Spender folgendes zu beachten: Wenn man aus einem Risikogebiet kommt, muss man 14 Tage warten, bevor man spenden kann. Nach einer Covid-Impfung müssen 48 Stunden verstrichen sein, wenn man Impfreaktionen hat – etwa Fieber – sollte man mindestens eine Woche fieberfrei sein vor der Spende. Bei Rötungen oder Schwellungen am Arm, also nicht nur Schmerzen, muss nach deren Abklingen 48 Stunden gewartet werden.

Blutspendetermine und alle Infos dazu gibt es unter www.blutbank.at und für die Rot-Kreuz-Aktionen zudem unter www.gibdeinbestes.at.

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