Nicht das Aussehen, sondern das Surren des Verteilerkastens stört Peter Sommer.

© KURIER/Jürgen Zahrl

Mautern
07/18/2015

Dauerton stört bei Hitze ruhige Siedlungsidylle

Neuer Verteilerkasten muss gekühlt werden. Wärmetauscher soll statt Ventilatoren für Ruhe sorgen.

von Jürgen Zahrl

Ein schmuckes Einfamilienhaus im Grünen mit gepflegtem Garten, vielen Sträuchern und Sitzmöglichkeiten: Peter Sommer und seine Frau Beatrix aus Mauternbach, Bezirk Krems, könnten die heißen Tage in vollen Zügen genießen: Wäre da nicht dieses unangenehme, nervtötende Surren oder Brummen, das zu hören ist, sobald der neue A1-Verteilerkasten gekühlt werden muss. Je heißer die Luft ist, umso lauter arbeiten die eingebauten Ventilatoren. Der Netzanbieter verspricht auf KURIER-Anfrage baldige Besserung.

Schon im vergangenen November wurde am Dorfrand von Mauternbach – neben mehreren Häusern – ein neuer A1-Verteilerkasten errichtet, um die Anwohner mit Breitbandinternet versorgen zu können. Seit die Temperaturen über 15 Grad Celsius liegen, macht sich die Station mehr oder weniger stark bemerkbar. "Sobald die Sonne darauf scheint, ist der Lärm der acht Ventilatoren extrem. Man kann nicht einmal seelenruhig ein Buch lesen, weil dieses Geräusch störend und unerträglich ist", erklärt Beatrix Sommer. Der Dauerton sei derzeit auch nachts hörbar und vergleichbar mit einem extremen Tinnitus. Ihr Mann Peter ärgert sich darüber, dass der Verteilerkasten ausgerechnet am Anfang der Zufahrtsstraße errichtet wurde. "Wenn er am Ende der Straße stehen würde, hätte keiner ein Problem damit", sagt Sommer, der von einer Beeinträchtigung der Lebensqualität spricht.

Messungen

Mauterns Bürgermeister Heinrich Brustbauer kennt drei verschiedene Beschwerden: "Offenbar kommt es bei neu errichteten Verteilerkästen aufgrund der Hitze zu Lärmbelästigungen." Er sei von A1 informiert worden, dass es vor zwei Wochen Messungen gegeben hat und mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen wurde.

Man habe aber sehr niedrige Werte gemessen, betont A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm: "Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an dieser Sache. Aktuell wird versucht durch Wärmetauscher eine Verbesserung zu erzielen. Leider lässt sich das Problem nicht rasch lösen."

Die damaligen Messungen seien allerdings bei 13 Grad Celsius durchgeführt worden, kontert Sommer.

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