Chronik | Niederösterreich
30.03.2018

Das Kultgetränk "Die Blaue Sau" ist zurück

Michael Lackner aus Hohenruppersdorf, Bezirk Gänserndorf, lässt den blauen Energydrink der 90er-Jahre wieder aufleben.

„Hey, das schmeckt ja wie das blaue Eis“ – diesen  Satz hört Michael Lackner aus Hohenruppersdorf, Bezirk Gänserndorf, oft, wenn er die „Blaue Sau“ zum Verkosten ausschenkt. Der Kult-Energydrink verschwand vor gut 20 Jahren aus den heimischen Regalen. Damals traten TV-Moderator Dominic Heinzl und sein Bruder Michael gegen den Energydrink-Giganten aus Salzburg an. Der Versuch scheiterte und die „Blaue Sau“ verschwand aus  den Märkten.

2015 entdeckte Lackner das Getränk dann wieder: „Ich war auf einer Gastromesse in Salzburg und im Gespräch mit einem Vertreter sind wir auf das Thema gekommen.  Und bereits eine Woche vorher hat meine Freundin zu mir gemeint, ob ich mich noch an die blaue Sau erinnern kann.“ Nach etwas Recherche im Internet erkannte Lackner, dass es im deutschsprachigen Raum viele Menschen geben dürfte, die sich den blauen Energydrink wieder herbeisehnen.
„Darum habe ich mich danach auch schlau gemacht und habe Michael Heinzl kontaktiert. Nachdem die Markenrechte aber nicht mehr bei ihm waren, begab ich mich auf die Suche.“
Nachdem Lackner die Rechte erworben hatte, startete er 2015 mit der Vermarktung. Abgefüllt wird die „Blaue Sau“ in Oberösterreich. Der Vertrieb läuft momentan vor allem über Tankstellen und kleine Supermärkte. „Ich bin dann in 14 Monaten über 165000 Kilometer durch ganz Österreich gefahren, um das Getränk wieder bekannt zu machen und unter die Leute zu bringen.“

Hartes Geschäft

Gerade der Getränkesektor ist ein harter Geschäftsbereich. Das merkte auch Lackner schnell: „Es gibt so viele Energydrinks am Markt und über allem steht natürlich Red Bull. Mein Zugang ist aber, dass wir keine Kopie davon sind. Die Blaue Sau schmeckt komplett anders und darum denke ich schon, dass wir uns  auf dem Markt behaupten können.“
Dennoch kämpft  der Hohenruppersdorfer mit Vorurteilen. Laut Lackner denke der Endkonsument  eben immer zuerst an das Getränk aus Salzburg. „Diese Fans werde ich auch nicht gewinnen können. Es entwickelt sich zwar langsam, aber die Welt braucht die Blaue Sau.“