© Liokala

Chronik Niederösterreich
05/22/2020

Das flüssige Gold der Götter

Selina Vogl, Tochter von Künstler Voka, vertreibt eigenes griechisches Olivenöl

Von Victoria Schmidt

Die Qualität ihres Produkts steht für die Puchbergerin Selina Vogl (23) an erster Stelle. Das sei ihr von klein auf mitgegeben worden – und das wolle sie auch jetzt in der Marke Liokala weiterleben. Liokala setzt sich aus dem Anagramm von „oil“ (lio) und dem griechischen Wort „kala“ (gut) zusammen und steht für das native Olivenöl, das am familieneigenen Olivenhain im griechischen Koroni am Peloponnes produziert wird.

Dort haben die Eltern der 23-Jährigen seit einigen Jahren ein Haus. Ihr Vater, der für seinen Spontanrealismus bekannte Künstler Voka, hat dort ein Sommeratelier – im Garten stehen die Olivenbäume.

„Das Geschenk der Götter“ hat es Selina Vogl schon als Kind angetan. „Ich bin quasi in Koroni aufgewachsen. Schon von klein an war ich mit der griechischen Tradition vertraut und habe das Essen und das Olivenöl geliebt“, schildert die IBWL-Studentin.

Die Olivenöl-Kanister vom Lieblings-Bio-Bauern, die jedes Jahr für den Eigenverbrauch mit nach Österreich genommen wurden, gehörten für sie dazu. Bald folgte die eigene Produktion. „Gemeinsam mit unserem befreundeten Biobauern pflegen und ernten wir die Oliven und produzieren so seit Jahren unser eigenes Olivenöl“, erzählt Vogl.

Ohne Chemie

Zunächst wurde das Öl privat verwendet, doch die Nachfrage von Freunden wurde immer größer. Das war der Beginn von Liokala. Zu den eigenen Oliven hat die Jungunternehmerin ihrem Bio-Bauern eine größere Menge abgenommen.

Bei der Ernte zwischen November und Dezember half sie selbst mit. Beim Erntevorgang werden die Oliven in großen Netzen aufgefangen, in Jutesäcke verpackt und sofort weiterverarbeitet, damit sie keine Druckstellen bekommen. „Der Weg vom Baum in die Presse dauert nie länger als 24 Stunden“, erklärt Vogl, die Wert auf Nachhaltigkeit legt und betont: „Es werden keine chemischen Zusatzstoffe für die Pflege und Produktion unserer Olivenbäume verwendet“.

Anfang des Jahres kam das frische Öl nach Österreich. Die derzeitige Corona-Krise sieht Vogl nicht als Problem, sondern als Chance für ihr junges Unternehmen. Die Leute würden durch die Krise wieder mehr auf Qualität achten.

www.liokala.com