Noch steht das Gebäude leer, bald soll es wieder Veranstaltungen geben

© Burg2025

Niederösterreich
05/13/2016

Burg Neulengbach wird wieder belebt

Ein Ideenwettbewerb soll über die zukünftige Nutzung des historischen Gebäudes entscheiden.

von Michael Nowak

Lange war es still um das Neulengbacher Wahrzeichen. Es gab keine Veranstaltungen mehr und auch die Beleuchtung, durch die man die Burg nachts schon aus weiter Entfernung sehen konnte, ist seit Jahren nicht mehr in Betrieb. Jetzt arbeitet ein Personenkomitee mit dem Namen "Burg 2025" gemeinsam mit Besitzer Bruno Wakonig an der wirtschaftlichen Nutzung des Gebäudes. Ein öffentlicher Ideenwettbewerb legt den Grundstein dafür. Schon in den nächsten Jahren soll wieder Leben in die Burg einkehren. Mit dem Jahr 2025 im Namen will man die Nachhaltigkeit des Projekts hervorstreichen.

Beleuchtung und Veranstaltungen

Auf jeden Fall soll es schon bald wieder Veranstaltungen in der Burg geben und mittelfristig will man auch die Beleuchtung wieder in Betrieb nehmen. Ein Streitpunkt dabei sind allerdings die in den letzten Jahrzenten rund um die Wehrmauer gewachsenen Bäume. "Für mich ist es wichtig, dass nicht nur die Burg, sondern auch auch die Wehrmauer sichtbar wird. Die macht die Burg erst so besonders", sagt Wakonig. Das Problem dabei ist allerdings, dass das Gelände um die Burg nicht in seinem Besitz ist und es auch Stimmen für die Erhaltung der Bäume gibt. "Ideal wäre es, einen Mittelweg zwischen Denkmalschutz und Naturschutz zu finden. Es müssen ja nicht alle Bäume weg", meint er.

Wakonig selbst lebt in der Steiermark, die Burg erwarb sein Vater im Jahr 1962. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder gescheiterte Versuche, etwas aus der Burg zu machen. "Es war wichtig, dass die Impulse dafür aus der Region kommen. Dass das viel effektiver ist, als wenn nur der Eigentümer seine Pläne umsetzen will, liegt auf der Hand", so Wakonig. Für diese Impulse aus der Region waren schließlich Wolfgang Sumetzberger, Lothar Rehse und Matthias Zawichowski verantwortlich. Aus ihren privaten Bemühungen entstand das Personenkomitee.

Wichtig ist für alle Beteiligten vor allem die Wirtschaftlichkeit des Projekts. "Ich bin kein Mäzen. Ich kann nicht wie ein Mateschitz einfach so die Kosten übernehmen", erklärt Wakonig. Mit dem Ideenwettbewerb soll nun ein passendes Konzept gefunden werden. "Ob Bildungseinrichtung, Kommunikationszentrum, Museum, Gastronomiebetrieb oder ganz etwas anderes. Prinzipiell ist alles möglich", sagt Wakonig. Rund hundert Arbeitsplätze sollen so in der Burg entstehen. Zeitdruck will man sich dabei aber keinen auferlegen lassen, utopische Schritte zur Umsetzung werde es keine geben.

Die Unterstützung seitens der Landespolitik dürfte jedenfalls gegeben sein. "Die Burg ist ein Symbol. Sie erregt in der Region viele Emotionen. Wir alle tragen das Projekt mit", sagt Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch. Bis 31. August 2016 können Wettbewerbsarbeiten abgegeben werden. Danach wird die Umsetzbarkeit und die angesprochene Wirtschaftlichkeit überprüft. Am 2. Oktober werden die Gewinner präsentiert. Insgesamt 30.000 Euro werden unter den besten drei Beiträgen ausgeschüttet. Teilgenommen werden kann unter www.burg2025.at.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.