In Österreichs kleinster Stadt: Burg ist kurze Zeit geöffnet
Die Burg Hardegg öffnet während des Burgsommers - 8. bis 23. August - ihre Tore für Besucher.
Kommt man in die kleinste Stadt Österreichs, dann sieht man sie als Erstes, die Burg Hardegg, die über der gleichnamigen Stadt und dem Thayatal thront. Lange war sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, doch der Burgsommer im August macht eine Besichtigung möglich.
In diesem Jahr werden von 8. bis 23. August die Ahnen in den Fokus der Besucher gerückt. Seit 1730 hütet Familie Khevenhüller die Burg - ihre ungewöhnliche Geschichte wird den Besuchern greifbar gemacht.
Geschichte im Ahnensaal: Von Khevenhüller bis Pilati
Darum hat der Ahnensaal während des Burgsommers eine besondere Bedeutung: Hier wird die Geschichte der Familie Khevenhüller sichtbar – von Sigmund Khevenhüller, der die Burg 1730 erwarb, bis zur heutigen Eigentümerfamilie Pilati, in deren Hände das Erbe durch Heirat überging.
Die Einfahrt zur Stadt Hardegg.
Aufstieg, Schulden, Glücksfälle und Fehltritte
Beschönigt wird bei der Adelschronik nichts. Die Besucher erfahren von Aufstieg und Verlust, Schulden und glanzvolle Hofämter werden thematisiert, ebenso wie der Kampf in Mexiko und die Enteignung durch die Sowjetunion. Kluge Entscheidungen und glückliche Zufälle stehen hier neben Fehltritten und echten Schicksalsschlägen.
- Zeitraum: 8. bis 23. August 2026
- Öffnungszeiten: Täglich 10.00 bis 17.00 Uhr (letzter Einlass 16.00 Uhr)
- Eintritt: 6,00 bis 9,50 Euro; Ermäßigungen verfügbar. Der Beitrag dient dem Substanzerhalt.
- Ticketvorverkauf: pretix.eu/burghardegg/burgsommer26/
- Ausrüstung: Festes Schuhwerk ist aufgrund der historischen Bodenbeschaffenheit zwingend empfohlen.
- Hunde: An der Leine und mit Beißkorb willkommen.
- Ort: Burg Hardegg, 2082 Hardegg
- Web: www.burghardegg.at
Die Besucher erkunden die Burg in ihrem eigenen Tempo: Es geht durch den Rittersaal, die Winterküche, die Kapelle, den Ostturm bis tief in den Felsenkeller. Die Baugeschichte wird in einem eigenen Bereich dokumentiert. Diese reicht von der Grenzfeste des 10. Jahrhunderts über den schleichenden Verfall zur Ruine bis zum historischen Wiederaufbau Ende des 19. Jahrhunderts.
Erlös fließt in Substanzerhaltung
Der Eintritt liegt zwischen 6,00 Euro und 9,50 Euro. Die Erlöse fließen in den Betrieb und den Substanzerhalt der Anlage. Dass dieser Beitrag unmittelbar Wirkung zeigt, belegen die Erfolge des Vorjahres: Das Ziegeldach des Pförtnerhäuschens wurde erneuert, Bewuchs wurde zurückgedrängt und Bäume wurden beschnitten. Alle defekten Geländer wurden instand gesetzt.
Nach dem 16-tägigen Burgsommer schließen sich die Tore der Burg wieder, weitere Sanierungen stehen an.
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