© Alois Schroll/Lukas Prstouschek

Chronik Niederösterreich
12/30/2020

Bürgermeisterwechsel in Ybbs? So reagiert Schroll

Meldung über den Rücktritt des Bürgermeisters wurde nur sehr halbherzig dementiert.

von Martin Gebhart

Wird Alois Schroll Ende Jänner noch Bürgermeister der Stadt Ybbs (Bezirk Melk) sein oder nicht? Es gibt gewichtige Stimmen, die bestätigen, dass der Rücktritt bereits paktiert sein soll und nur noch das genaue Wie besprochen werden muss

Er selbst sieht das nicht so. „Theoretisch ist alles möglich“, sagt der SPÖ-Nationalratsabgeordnete im Telefonat mit dem KURIER.

Gemeinsam mit seinem Stadtparteivorsitzenden Dominic Schlatter hatte Schroll am Nachmittag ein Statement zu einem möglichen Rücktritt, der von der eigenen Fraktion erzwungen worden sein soll, abgegeben.

Zitat: „Die in den Medien aufgetauchten Spekulationen entbehren aktuell jeglicher Grundlage. Richtig ist viel mehr, dass es nach den Feiertagen bereits längere Zeit anberaumte parteiinterne Gespräche geben wird, in denen sich die SPÖ Ybbs für die Zukunft aufstellen wird.“

Schrolls Bilanz: "Alles ein bisschen viel"

In dieser Reaktion ist aber kein Wort darüber zu finden, dass Alois Schroll Bürgermeister bleibt. Er selbst gibt sich ebenfalls kryptisch. Schroll: „Ich habe für mich selber Bilanz gezogen und bin draufgekommen, dass für mich zuletzt alles ein bisschen viel war.“

Er spricht damit neben seiner Funktion als Stadtchef auch sein Mandat im Nationalrat an. Dort sei er zum Energiesprecher ernannt worden. Das sei eine große Ehre, er habe deshalb aber auch sehr viel zu tun. Oft genüg habe er eine 100-Stunden-Woche zu absolvieren.

„Ich habe mir schon längere Zeit Gedanken darüber gemacht, wie ich alles auf breitere Beine stellen kann, damit ich selbst wieder mehr Lebensqualität bekomme.“

Alles eine Folge von Corona?

Dass er mit Covid-19 infiziert war, habe ihm ebenfalls zugesetzt. Schroll: „Mit ist es nicht gut gegangen. Ich sollte eigentlich eine Kur machen.“ Hinzu sei gekommen, dass gerade jetzt in Ybbs sehr viel zu tun gewesen wäre. Von der Stadthalle über das Schulprojekt bis hin zu den Lehrwerkstätten der Strabag und des Verbunds.

Schroll: „Es war ein Mega-Jahr, ich kann das nicht ein weiteres Mal so schaffen.“ Den Konflikt in der Stadtpartei bestreitet Schroll aber. „Bei uns gibt es immer Diskussionen, wenn es heikle Themen gibt“, sagt der Stadtchef. Es werde aber immer alles ausdiskutiert.

Knappes Statement von SPÖ-Chef

Seine Partei habe er jedenfalls gebeten: „Lasst mir noch ein bisserl Zeit.“ Nach den Feiertagen werde man alles genau besprechen. SPÖ-Landesparteichef Franz Schnabl ist überzeugt, dass man alles „in einer guten Kultur intern diskutieren“ werde. Stadtpartei und Fraktion seien gut aufgestellt, so sein sehr knappes Statement.

Die ÖVP beobachtet diese SPÖ-internen Debatten sehr genau. Verwundert ist man darüber nicht. Aber: „Es geht jetzt aber nicht darum, wie es mit Alois Schroll oder der SPÖ weiter geht, sondern was das Beste für Ybbs ist.“

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