Bürgermeister von Baum fast erschlagen

Kirchberg/Pielach: Anton Gonaus wurde bei Waldarbeiten schwer verletzt. Der 60-Jährige lag kurzfristig sogar auf der Intensivstation.

Die Serie von schweren Unfällen bei Waldarbeiten reißt nicht ab. Jetzt gibt es ein weiteres, prominentes Opfer zu beklagen: Anton Gonaus, Bürgermeister von Kirchberg an der Pielach, Bezirk St. Pölten, wurde am Freitag von einem Baum fast erschlagen. Der Politiker erlitt schwere Verletzungen und musste kurzfristig sogar auf der Intensivstation des Landesklinikums St. Pölten versorgt werden.

Der Unfall des Ortschefs sorgte in der Pielachtalgemeinde für große Aufregung. Am Sonntag wurde in der Sonntagsmesse für Gonaus gebetet. "Der Pfarrer und unser Bürgermeister haben einen sehr guten Draht zueinander", berichtet Ortsvize Franz Singer.

Aber was war passiert? Freitagnachmittag ging Landwirt Gonaus mit seinen Sohn in den Wald, um Bäume zu fällen. Dabei, so erzählt es Singer, wurde Gonaus von einem Ast getroffen. Der ÖVP-Politiker konnte sich mit der Hilfe seines Sohnes zwar noch nach Hause schleppen, musste aber dann mit dem Notarztwagen sofort ins Spital gebracht werden. Erste Diagnose: Rippenbrüche, Kopfverletzungen und eine kaputte Schulter. Auch Kiefer und Jochbein dürften bei dem Unfall beschädigt worden sein.

"Eine Lebensgefahr besteht zum Glück aber nicht", berichtet der Vizebürgermeister, der mit seinem "Chef" schon kurz sprechen konnte. "Er hat aber noch sehr starke Schmerzen."

Besuch

Wie lange der 60-Jährige in der Obhut der Ärzte bleiben muss, ist noch völlig unklar. Bis der Politiker aber wieder völlig genesen ist, wird es sicher noch Monate dauern. Am Montag will ihn eine kleine Delegation aus Kirchberg im Krankenhaus besuchen.

Dann wird es auch weitere Informationen um den Gesundheitszustand des fünffachen Familienvaters und Bürgermeisters geben.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011