Bürgermeister Bernhard Müller PhotoCredit: Sascha Trimmel

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Wiener Neustadt
11/07/2014

Bürgerbefragung: Klares Votum für neues Stadion

Rund 60 Prozent stimmten für ein neues Stadion – woher das Geld kommt, bleibt unklar.

von Peter Gruber

Überraschte "Ohs" und "Ahs" werden ausbleiben. Heute präsentieren Stadt-Vertreter das Ergebnis der Bürgerbefragung zum Stadionprojekt in Wiener Neustadt – mit beschränktem News-Wert. Schon zuvor sickerte durch, dass bei knapp 9000 abgegebenen Stimmen rund 60 Prozent für eine multifunktionelle Sportanlage votiert haben. Auch wenn Stadt-Sprecher Rainer Spenger einen entsprechenden Online-Bericht der NÖN "weder bestätigen noch dementieren" wollte.

Überraschend kommt die Zustimmung nicht. Ob die Stadt "im Interesse(...) der Gesundheit sowie der Kinder und Jugendlichen" eine multifunktionale Sportanlage errichten soll, wurde abgefragt. SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller und sein Sportstadtrat Horst Karas machten von Anfang an klar, wie ihre Wunschantwort lautet: "Ja."

Neuer Anlauf bei Klug

Müller, Karas und Co haben natürlich größere Probleme als die verpatzte Kommunikation rund um die Bürgerbefragung. Wie die rund zehn Millionen Euro für eine neue Sportanlage aufgebracht werden sollen, ist nach wie vor unklar. Maximal ein Drittel kommt vom Land – mehr erlauben die Richtlinien nicht, mehr gab es auch für St. Pölten nicht. Fünf Millionen soll der Verkauf des aktuellen Stadions bringen. Fehlen rund zwei Millionen – Kosten für die Infrastruktur, wie etwa Straßen, nicht eingerechnet.

Um die Lücke zu schließen, will Müller einen neuen Anlauf beim zuständigen Sportminister Gerald Klug versuchen. Sportstadtrat Horst Karas war im Ministerium im Sommer abgeblitzt, ohne einen Termin beim Minister zu bekommen. Dem Wiener Neustädter Projekt fehle die Bundesrelevanz und somit eine Voraussetzung für eine Förderung.

Landesrätin Petra Bohuslav will Müllers Bemühungen mit einem Brief an Klug unterstützen. "Wir wollen klarstellen, dass das Land hinter dem Projekt steht, wenn die Lücke geschlossen werden kann", erklärt ihr Büroleiter Lukas Reutterer.

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