Chronik | Niederösterreich
20.03.2012

Brandstifter ist erst acht Jahre alt

Weil ihm langweilig war, legte ein Volksschüler eine Couch in Schutt und Asche. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Knapp 24 Stunden war die Polizei auf der Suche nach einem Brandstifter, der – wie berichtet – Samstagnachmittag in Rohrendorf, Bezirk Krems, einen Brand gelegt hatte. Als der mutmaßliche Täter ausgeforscht war, wirkten die Polizisten verblüfft. Sie mussten ein Kind zur Rede stellen. Im Beisein seines Vaters gab Daniel zu, aus Langeweile gezündelt zu haben. Der Achtjährige fackelte vor einer Wohnhausanlage eine Ledercouch, einen Kinderwagen und Tretroller ab. Der Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.

Es war Samstag kurz vor 18 Uhr, als Basrim I. das Feuer auf einem freien Lagerplatz bemerkte. Zunächst stand die rote Ledercouch, die seit zwei Wochen hier abgestellt war, in Flammen. Nur Sekunden später brannten auch ein leerer Kinderwagen und ein Scooter. Obwohl das Feuer von den alarmierten Einsatzkräften binnen weniger Minuten gelöscht werden konnte, entstand erheblicher Schaden. Durch die hohe Hitze wurde die Betonwand so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Teil der Fassade abbröckelte. Des weiteren wurde die gesamte Elektroinstallation vernichtet und ein Teil des Blechdachs beschädigt.

Ursache

Da ein Brandsachverständiger einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer ausschließen konnte, begann die Fahndung nach dem Brandstifter. Die Brandspuren waren klar und deutlich. Die rote Ledercouch wurde mithilfe einer fremden Zündquelle – wohl mit einem Feuerzeug – in Brand gesteckt.

„Der ausgeforschte Bub betonte in der Einvernahme, er habe das Möbelstück in Brand gelegt, weil ihm ’fad’ gewesen sei“, sagte ein ermittelnder Polizist. Der Achtjährige wirkte zerknirscht. Sein Vater muss mit Konsequenzen rechnen. Die BH in Krems und die Staatsanwaltschaft wurden eingeschaltet.