Chronik | Niederösterreich
29.03.2018

Bluttat im Bezirk Hollabrunn: Frau tot

In Waitzendorf, Bezirk Hollabrunn, wurde eine Frau getötet. Ihr Ehemann wurde festgenommen und ist geständig.

Hollabrunn.Am Donnerstagvormittag kam es in Waitzendorf, Bezirk Hollabrunn, zur nächsten Messerattacke in Niederösterreich innerhalb einer Woche. Das 49-jährige Opfer dürfte, laut Polizei, von ihrem 55-jährigen Ehemann mit einem Messer getötet worden sein.  „Die Frau hatte  offenbar  die Scheidung geplant, das dürfte die Bluttat ausgelöst haben“, erklärt Michael Renghofer vom Landeskriminalamt Niederösterreich. Der 55-jährige Winzer soll die Einsatzkräfte selbst verständigt haben und sei geständig, schildert Renghofer weiter. Das Messer wurde sichergestellt.

Betroffenheit

In Waitzendorf, in der Gemeinde Schrattenthal, zeigt man sich geschockt. Bürgermeister Alfred Schuster ist  persönlich betroffen: „Ich kenne das Ehepaar seit vielen Jahren. Darum ist es für mich unfassbar, wie so etwas passieren konnte.“ Anzeichen für Konflikte gab es laut Schuster keine. „Wenn man sie gemeinsam gesehen hatte, dann wäre man nie davon ausgegangen, dass irgendetwas nicht stimmt.“
Vor Ort bestätigt sich das teilweise, wie ein Anrainer, der nur rund 50 Meter vom Tatort entfernt wohnt, erzählt: „Die Familie war immer für einen da und hat nie jemandem etwas Schlechtes getan. Das waren alle anständige Leute.“  

Eine Dame aus der Nachbarschaft will vor einigen Jahren Unstimmigkeiten bemerkt haben.  „Vor einiger Zeit ist das Opfer einmal ausgezogen und erst nach einer Zeit zurückgekommen. Streiterein gab es also schon, aber nichts Gravierendes, wo man so eine Tat erwarten würde.“ Doch auch die Anrainerin  erklärt im Nachsatz, dass das Paar zuletzt glücklich wirkte.
 Zurück bleiben die erwachsenen Kinder. Der Sohn, der auch in der Gemeinde politisch aktiv ist, sowie die Tochter wohnen allerdings nicht mehr bei den Eltern und waren, laut Polizei,  zum Tatzeitpunkt nicht im Wohnhaus.

Der Täter wurde am Donnerstag von der Polizei einvernommen und ist in Gewahrsam. Bei einer Pressekonferenz in Korneuburg, wo es auch neue Infos zur Tat in Schwechat gab, erklärte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg: „Es ist davon auszugehen, dass der Ehemann unter Mordverdacht steht und deswegen vorläufig in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert wird.“