Jazz Gitti und Landesrat Wilfing wissen die Küche von Doris Bayer zu schätzen

© /Natascha Marakovits

Walterskirchen
03/19/2017

Beuscheltag und Kardinalschnitten

Der Gasthof Doris Bayer ist für klassische Hausmannskost und süße Sünden bekannt.

von Natascha Marakovits

Donnerstagnachmittag kurz vor 17 Uhr. Eine unübliche Zeit für einen Wirtshausbesuch. Das Mittagsgeschäft ist längst vorbei, zum Abendessen ist es noch zu früh. Bleibt also Zeit für die Wirtsleute durchzuschnaufen, möchte man meinen. Doch nicht im Gasthaus Doris Bayer in Walterskirchen, Bezirk Mistelbach.

Als die Tür aufgeht, ist schnell klar: Gähnende Leere sucht man hier vergebens. Stattdessen ist die Gaststube gut besucht, "von Stammgästen aus dem Ort, viele kommen aber auch von weiter her", sagt Chefin Doris Bayer. Denn der Familienbetrieb hat sich in all den Jahren in dem kleinen, beschaulichen Ort einen Namen gemacht und ist über die Gemeindegrenzen hinaus für seine Hausmannskost bekannt. Besonders beliebt: der Beuscheltag am Donnerstag. "Wir haben ganz klein damit angefangen. Mittlerweile kommen die Leute aus dem ganzen Bezirk, entweder um gleich hier zu essen, oder sehr beliebt ist es auch, eine Portion mitzunehmen", verrät die Wirtin.

Familienbetrieb

Seit mehr als 56 Jahren gibt es das Traditionsgasthaus in Walterskirchen. Die Schwiegereltern von Doris Bayer haben es im November 1960 eröffnet, aufgebaut und bis Ende der 1990-er Jahre geführt. 1999 übernahm dann die Schwiegertochter. "Mein Mann arbeitet weiterhin als Polizist in Wien. Der Rest der Familie arbeitet im Gasthaus mit", sagt Doris Bayer.

Dabei war es ursprünglich gar nicht ihr Wunsch, Wirtin zu werden: "Ich habe in Mistelbach die Handelsakademie abgeschlossen und wollte eigentlich Lehrerin werden. Vor der Übernahme habe ich auch ein Jahr überlegt. Aber seither bin ich Wirtin mit Leib und Seele."

Neben der klassischen Hausmannskost darf im Gasthaus Bayer eines auf keinen Fall fehlen: die Mehlspeisen. "Ich backe jeden Tag. Unsere Gäste bekommen nur frische Sachen." Daher sei der Arbeitstag von Doris Bayer auch nicht nach acht Stunden zu Ende. "Um sechs Uhr geht es los und der Tag dauert meist bis um 22 Uhr, an den Wochenenden auch gerne einmal länger. Da kann es schon vorkommen, dass ich nach einer Hochzeit um fünf Uhr ins Bett gehe und um sechs Uhr schon wieder aufstehe."

Doch die langen Arbeitszeiten sind es nicht, die der Wirtin Sorgen bereiten: "Wir bekommen immer mehr Auflagen. Wirt sein wird einem immer schwerer gemacht."

Prominente Gäste

An diesem Donnerstag lassen sich neben den Stammgästen auch prominente Gäste das Beuschel nicht entgehen: Landesrat Karl Wilfing ist bekennender Fan der Hausmannskost von Doris Bayer. "Das Essen ist ausgezeichnet und das Preis-Leistungsverhältnis herausragend", sagt Wilfing.

Und noch einen prominenten Gast hat Doris Bayer heute: Jazz Gitti hat neben dem Landesrat Platz genommen und gustiert bereits die Mehlspeisenauswahl. "Eine Kardinalschnitte gut zu machen, ist eine Kunst. Die werde ich probieren", meint die Sängerin.

Doch zuvor geht es noch deftig zur Sache. Das Beuschel wird von Chefin Doris höchstpersönlich serviert. "Guten Appetit", sagt sie und stellt die dampfenden Teller auf den Tisch.

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