Chronik | Niederösterreich
08.11.2017

Betrug mit Leasingfahrzeugen aufgeflogen

Ermittler legten 31-jährigem Mann das Handwerk. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro.

Kriminalisten aus dem Bezirk Wiener Neustadt haben einen groß angelegten Betrug mit Leasingautos und Handys aufgedeckt. Der 31-jährige Alexander G. aus dem Bezirk Bruck an der Leitha soll auf seine Freundin und einen Bekannten jeweils ein Leasingfahrzeug angekauft haben. Der VW Golf und der Mercedes wurden daraufhin von ihm in Pfandhäusern mit Tausenden Euro belehnt. Das Geld soll sich der mutmaßliche Betrüger eingesteckt haben.

Anschließend verkaufte er die Fahrzeuge mit einer Kopie des Typenscheins weiter und streifte auch diese Summe ein. Auf diese Art und Weise soll ein Schaden von mehr als 100.000 Euro entstanden sein. Darüber hinaus verwendete der Verdächtige ausgeborgte Führerscheine oder fingierte Namen zur Anmeldung von Telefonverträgen, die Polizei berichtet von mindestens acht Fällen.

Aufgrund der monatelangen Ermittlungen von Kriminalbeamten der Polizeiinspektion Sollenau hatte die Staatsanwaltschaft Graz im Oktober einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Er schwieg bei seiner Einvernahme und wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Der Mann ist wegen ähnlicher Betrugsmaschen mehrfach vorbestraft. Zuletzt wurde er zu einer 24 Monate langen Freiheitsstrafe verurteilt.