© Johannes Weichhart

Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Besuch auf der Millionen-Baustelle

Neue Fahrstreifen, Lärmschutz für 1200 Anrainer. Die ASFiNAG pumpt 40,5 Millionen in den Ausbau der Westautobahn.

von Johannes Weichhart

Auf einer der größten Baustellen im Mostviertel stehen die Maschinen niemals still. Gewerkt wird Tag und Nacht, auch wenn die Arbeiter nicht immer für die Autofahrer sichtbar sind. "Immer wieder bekommen wir Beschwerden, dass man auf unseren Baustellen keine Arbeiter sieht. Aber oft können die Pkw-Lenker sie gar nicht sehen, weil eine Trennwand dazwischen ist", erzählt ASFiNAG-Baumanager Willi Lorbeer.

Der Baustellenchef führt persönlich durch den acht Kilometer langen Abschnitt Ybbs-Amstetten Ost. Auf beiden Richtungsfahrbahnen wird derzeit ein dritter Fahrstreifen errichtet und die bestehenden saniert. Insgesamt pumpt das Unternehmen 40,5 Millionen Euro in das Projekt. 200 Arbeiter sind an der Umsetzung beschäftigt.

Wichtig für die Anrainergemeinden(Neumarkt, Kemmelbach, Wolfsberg, Winden und noch viele mehr): Um vor dem Krach der Pkw und Brummis zu schützen, werden Lärmschutzwände mit einer Gesamtfläche von rund 25.300 Quadratmeter aufgestellt. "Damit können wird die Belastung für 1200 Anrainer deutlich verringern", erklärt Lärmschutz-Experte Karl Zeilinger.

Ybbsbrücke

Herzstück der Bauarbeiten und auch eine ganz besondere Herausforderung für die ASFiNAG-Mitarbeiter ist die Ybbsbrücke. Das Tragwerk der Brücke wird durch ein Stahlgestell ersetzt, zusätzlich entstehen neue Entwässerungsanlagen. "Das alles muss im Einklang mit der Natur passieren, schließlich fließt der Fluss unten durch", sagt Lorbeer. Insgesamt werden 300 Tonnen Stahl verbaut.

Bis Mitte November laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren weiter, dann wird eine Winterpause eingelegt. Mit einem Abschluss sei bis Oktober 2012 zu rechnen, betonen die Experten. Man liege voll im Zeitplan.

Ruhig wird es auf der Westautobahn dennoch nicht bleiben. 2016 soll der Abschnitt Matzleinsdorf-Pöchlarn im Bezirk Melk fertig sein, 2018 folgt Pöchlarn-Ybbs und damit auch der echte Lückenschluss.

Übrigens: Autofahrern, die sich über die Baustelle beklagen, geben die ASFiNAG-Manager eines mit auf den Weg. Der Zeitverlust auf acht Kilometer Baustelle beträgt etwa zwei Minuten. Bei einer Fahrzeit von drei Stunden von Wien nach Salzburg, fällt diese Tempobremse fast nicht ins Gewicht.

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