Waldviertler Zimmerl kochte bei der Oscarverleihung

Zum dritten Mal reiste der Haubenkoch Bernhard Zimmerl nach Hollywood, um die Gäste im Dolby Theatre kulinarisch zu betreuen.
Bernhard Zimmerl steht vor drei menschengroßen Oscar-Figuren und lächelt im Koch-Outfit in die Kamera.

Hinter dem Waldviertler Koch Bernhard Zimmerl liegt eine ereignisreiche Woche. Erst vergangenen Montag wurde sein Fine Dining-Restaurant "Zimmerl" vom Magazin Falstaff zur "Eröffnung des Jahres" gekürt. Nur wenige Tage später befand sich der Koch bereits in einem Flieger nach Los Angeles.

Sein Ziel: Hollywood. Im Dolby Theatre wurden in der Nacht auf Sonntag zum 98. Mal die Oscars verliehen – ein Großereignis, das nicht nur auf der Bühne, sondern auch kulinarisch organisiert sein will. Und genau hier kam unter anderem Zimmerl ins Spiel. Er war einer von rund 150 Köchinnen und Köchen, die am Oscar-Sonntag die Verpflegung der Gäste sicherstellten.

Bernhard Zimmerl steht mit verschränkten Armen in die Kamera lächelnd vor der Ocar-Fotowand.

Zimmerl reiste zum 3. Mal zu den Oscars nach Los Angeles.

Grund dafür ist ein Essen in Wien vor rund sieben Jahren. Ein guter Freund habe ihn in das Lokal von Michael Köberl mitgenommen. "Ein irrer Koch, wie du", beschrieb ihn der Freund damals. Man stellte sich vor, saß ein wenig beisammen und kam auf das Thema Oscars zu sprechen. Auf Zimmerls Frage "Wie kommt man dort hin?" folgte Köberls Gegenfrage "Was hast du im Februar vor?".

"Nicht anstrengend, aber anders"

So flog Zimmerl 2020 erstmals zu der bedeutendsten Film-Veranstaltung, um zu kochen. 2024 folgte die zweite Reise nach Hollywood, ebenfalls zusammen mit Köberl. Beide Besuche beschreibt Zimmerl als "arge Erlebnisse". Einmal habe er den Abend in der Nähe von Christopher Nolan und seiner Frau Emma Thomas verbracht. Einen Oscar durfte er selbst einen Moment lang für ein Foto in Händen halten. 

Die vorwiegend prominenten Gäste hat Zimmerl als "super freundlich" und "wirklich ganz liebe Leute" erlebt. Und die Arbeit selbst? "Nicht anstrengender, aber anders. Man muss sich mehr konzentrieren", so der Waldviertler.  Mit dem Kochen im Restaurant, wo jedes Utensil und jedes Lebensmittel seinen festen Platz hat, seien die Oscars nicht vergleichbar. Es handle sich um eine riesige Küche, nachfragen sei notwendig.

Der Gedanke, wer die von ihm zubereiteten Gerichte später auf dem Teller hat, stellt sich für Zimmerl beim Zubereiten nicht. "Eigentlich bist du da voll fokussiert. Und man weiß ja auch nicht, wer wirklich zu einem kommt. Es sind ja mehrere Stationen", schildert er. 

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