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Empörung um Allee-Fällung mitten in St. Pölten

Alte Bäume oder neue Straße? In der Landeshauptstadt ist ein Streit über die Zukunft einer 90 Jahre alten Allee entbrannt.
Eine Frau steht auf einer von Bäumen gesäumten Straße, umgeben von geparkten Autos und Sonnenschein.

Susanne Binder-Novak, wilde Gemeinderätin in St. Pölten, ist empört. Denn mitten im Stadtgebiet, genauer gesagt in der Heidenheimer Straße, sollen 26 Bäume gefällt werden. Damit würde eine ganze Allee aus dem Stadtbild verschwinden.

„Immer mehr Städte in Europa setzen inzwischen bewusst auf den Schutz alter Bäume. Sie erkennen, dass jahrzehntealter Baumbestand nicht einfach ersetzbar ist. Jeder gefällte Altbaum bedeutet den Verlust eines funktionierenden Ökosystems mitten in der Stadt“, sagt Binder-Novak.

Sie fordert deshalb die rot-grüne Stadtregierung auf, eine Alternativenprüfung durchzuführen. „Es muss einen Weg geben, den wunderbaren Altbaumbestand zu erhalten“, meint sie.

Schäden auf der Straße

Auf KURIER-Anfrage betont die Stadt, dass eine umfassende Sanierung der Heidenheimer Straße zwischen Viktor-Adler-Straße und B20-Mariazeller Straße geplant sei. Neben der Erneuerung von Fahrbahn und Gehsteigen sollen auch Parkbuchten sowie eine neue Baumallee entstehen. 

„Die bestehenden, rund 90 Jahre alten Bäume sind stark beschädigt und haben laut Experten nur noch eine Restlebensdauer von etwa zehn Jahren. Zudem sorgen Aufwurzelungen bereits für Schäden im Straßen- und Gehwegbereich“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

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