Auf zu einer feschen Landpartie

Per Zug wird der Gast ins Vulkanland entführt. Die Region ist besonders für ihre Spezialitäten bekannt.

Schon im Zug erfährt der Gast, wie die Südoststeiermark schmeckt. Soletti, frisch von der Backfabrik Zach, werden zum "Wudhupf" gereicht. So wird der Apfelsekt genannt. Der Caldera - Apfelmost - schmeckt fast so vornehm wie Burgunderwein.

"Genuss in vollen Zügen", wird die Landpartie genannt: Eine charmante touristische Schiene. Austria-Guide Gudrun Haas veranstaltet solche Fahrten an Samstagen einmal im Monat. Geschichte und Geschichten über das Vulkanland hat die agile Touristikerin in Fülle parat.

Johann-Schinken

Ab Graz geht's mit dem Regionalzug bis Feldbach. Dann steigt man in den Bummelzug um. In Maierdorf macht er manchmal Halt: Dort werkt ein Fasslbauer, bei dem sich renommierte Winzer um die besten Eichenfässer anstellen. Bald darauf landet in den Gleichenberger Hügeln.

Trautmannsdorf ist das Ziel. Ein gemütlicher Spaziergang führt zur Verkostung in der berühmten Fleischerei Rauch. Dort wird aus glücklichen Wald- und Wiesenschweinen der Johann-Schinken erzeugt. Ehrlich besser als Prosciutto. Arnold Schwarzenegger weiß es: Beim noblen Autosalon in Genf kreuzte er kürzlich auf, wo die Rauchs - Verwandte von Magna-Chef Siegfried Wolf - das Catering machten.

Haubenkoch Richard Rauch kredenzt bei der Landpartie im Steirawirt ein vitales Menü.

Hügel runter, Hügel rauf: Und schon ist man am kleinen feinen Weingut Leitgeb, wo Einblicke in die Kellertechnik und in die Geschichte des Weins geboten werden. Juniorchefin Karin beschreibt auch das Terroir: Auf vulkanischem Boden gedeiht der Chardonnay besonders gut. Weil man nicht mit dem Auto heim muss, braucht man bei Verkostungen nichts auszulassen.

Die ÖBB sponsern das Projekt, sodass eine Familienkarte nur 11 Euro kostet - hin und retour. Für Gäste von auswärts besteht eine Kooperation mit dem Hotel Dom in Graz sowie mit dem Lava Inn in Feldbach.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011