Das Wirtshaus in Fels am Wagram wurde ein Raub der Flammen. Wurde das Gebäude angezündet?

© Bernert Martin

Fels am Wagram/St. Pölten
11/14/2013

Angeklagtes Wirtsehepaar will nicht gezündelt haben

Paar wird Brandstiftung vorgeworfen, weil sie Versicherungsgeld kassieren wollten. Prozess vertagt

von Johannes Weichhart

Als die Einvernahme durch Richter Markus Pree am Landesgericht St. Pölten beendet ist, macht es einen Rumpler und der Angeklagte liegt auf dem Boden. Der Wirt leidet unter zu hohem Blutdruck, seine Frau eilt ihm zu Hilfe. Dem 59-Jährigen geht es sichtlich nicht gut.
Doch er hat noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Denn seine Frau und er stehen im Visier der Justiz. Dem Wirtsehepaar aus Fels am Wagram im Bezirk Tulln wird derzeit der Prozess wegen Brandstiftung gemacht. Die 52-jährige Besitzerin soll laut Anklage mit ihrem Mann am 13.März 2013 ein Feuer in ihrem Gasthaus gelegt haben. Ein Großeinsatz der Feuerwehr war die Folge, der Schaden enorm. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Angeklagten zudem in betrügerischer Absicht Versicherungsgeld kassieren wollten. Sie sagen nein und bekennen sich nicht schuldig.
„Ein paar Tage nach dem Brand hätten wir eine große Veranstaltung mit 120 Pensionisten gehabt, warum hätten wir das also tun sollen?“, sagt der Ehemann der Lokalbesitzerin. Dass aber auch eine Überprüfung der Bezirkshauptmannschaft hinsichtlich des Zustandes angestanden wäre, will der 59-Jährige so nicht stehen lassen. „Es gab einen Termin, der vom 14. März nach hinten verschoben wurde.“
Die Kinder des Paares und ein Kripo-Beamter werden vom Richter befragt. Schlussendlich steht fest, dass noch ein Brandgutachten her muss. Der Prozess wurde deshalb vertagt.

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