Budget reicht doch für Badespaß im Freigelände: Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) und Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) 

© Stadt Amstetten, Gerhard Sengstschmid

Chronik Niederösterreich
05/25/2021

Amstetten: Kompromiss bringt Ende des Badstreits

Schwarz-grüne Stadtregierung und Planer präsentieren neue Freibad-Variante. SPÖ sieht sich in ihrer Kampagne für das Freibad bestätigt.

von Wolfgang Atzenhofer

Im zur politischen Wasserschlacht ausgearteten Streit um den Neubau des Amstettener Naturbads, dürften sich die Wogen glätten. Im städtischen Planungsbeirat wurde Dienstagvormittag vom zuständigen Architekturbüro eine neue Variante vorgelegt, die innerhalb des Kostenrahmens auch einen recht opulenten Freibadbereich für Familien und Kinder vorsieht. Dieser war in der ersten Konzeptpräsentation der schwarz-grünen Stadtregierung im April aus Kostengründen so nicht vorgesehen.

SPÖ sieht Erfolg

Die SPÖ Amstetten hat, wie berichtet, eine Kampagne zur „Rettung des Freibades“ gestartet und dafür über eine Petition 1.300 Unterschriften gesammelt. Mit einem Antrag für die Rettung des Freibads blitzten die Roten in der vorwöchigen Gemeinderatssitzung ab. Auch die Idee, das Freigelände mit einem Wasserspielpark gratis zugängig zu machen und den nahen Ybbsstrand auch zur Abkühlung einzubinden, wurde von der SPÖ massiv kritisiert.

ÖVP und Grüne verlangten, erst die Ergebnisse des Planers abzuwarten, „wir wollen sehen, was sich finanziell ausgeht“, hatte ÖVP-Fraktionschef Markus Brandstetter stets gefordert. Die SPÖ Amstetten sieht sich in ihrer Initaitive bestätigt. ÖVP und Grüne hätten eingelenkt, heißt es in einer ersten Stellungnahme.

„Die jetzige Variante geht sich finanziell aus. Wir werden im Freien eine Wasserrutsche, ein Babybecken und  das Schwimmbecken haben können“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). Das im April erst für spätere Jahre in der Phase 3 angekündigte Schwimmbecken für das Freigelände werde man vorziehen, kündigt der Stadtchef an. Die Hauptattraktion im Freigelände soll ein Aqua-Splash-Park werden.

Das Budget werde man im kleinen Rahmen ausdehnen müssen, schätzt Haberhauer. Von der früheren unter der SPÖ-Führung beschlossenen Maximalvariante von 25 Millionen Euro sei man aber weit entfernt. 

Neues Hallenbad

Die für das neu zu errichtende Hallenbad angekündigte Aufstockung des Schwimmbeckens von vier auf sechs Bahnen, samt Nichtschwimmer- und Multifunktionsbecken sowie zwei Baby- und Kinderbecken werden im vorgegebenen Kostenrahmen mit 14 Millionen Euro ebenfalls weiter erhalten bleiben.

Die Badebereiche sollen als ganzjähriges Allwetterbad zu leistbaren Preisen zugängig sein. Aber auch am frei nutzbaren Sport- und Erholungspark halten Haberhauer und der grüne Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder weiter fest.

„Die Verbindung zum Ybbsuferweg, den bis zu 2.000 Leute am Tag nutzen, wird es geben. Wir haben nie von einem Flussbad gesprochen. Der Zugang bringt einen enormen Mehrwert für die Erholungssuchenden“, sagt Haberhauer.  Spaziergängerinnen, Nutzer des Ybbstalradweges oder auch  Badende an heißen Sommertagen bekommen so leicht freien Zugang zur Gastronomie im städtischen Freibadareal.

Baustart

Um auch dem Gemeinderat die neuen Pläne präsentieren zu können, möchte Bürgermeister Haberhauer das Stadtparlament jetzt noch einmal vor der Sommerpause zusammenrufen, die nächste Sitzung wäre erst im September geplant. Detailplanungen und Ausschreibungen müssen bis zum Herbst fixiert werden. Der Baubeginn für das neue Bad ist für Anfang 2022 vorgesehen.

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