Alte Donaubrücke wird neu: Erster von sieben Pfeilern ist fertig
Ein Bauwerk für sich: Der neue Brückenpfeiler im Rahmen der Generalsanierung der Mauthausner Donaubrücke.
Nach der Erfolgsmeldung zur Zustimmung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau der geplanten neuen Donaubrücke zu Jahresbeginn haben die Länder Ober- und Niederösterreich nun eine nächste Positivmeldung zur Brückenthematik im Enns-Donau-Winkel verschickt. Bei der zwingend notwendigen Generalerneuerung der 65 Jahre alten Mauthausner Brücke wurden die Bauarbeiten zur Verstärkung des ersten Pfeilers abgeschlossen. Sechs weitere Pfeiler folgen noch. Parallel soll die zweite neue Donaubrücke gebaut werden.
Wegen der Baustelle auf der B3 sind die vom Verkehr massiv verstopfte Donaubrücke und die B123 derzeit täglich Thema in den Verkehrsnachrichten. Mit der Fertigstellung des Pfeilers verbanden die beiden FPÖ-Verkehrslandesräte Günther Steinkellner (OÖ) und Udo Landbauer (NÖ) auch gleich die positive Botschaft, dass man bei der Adaptierung der Bestandsbrücke im Bauzeitplan liege.
Verkehrslandesräte Steinkellner (l.) und Landbauer, beide FPÖ.
Wie berichtet, muss die hochsensible Donauquerung 2028 drei Monate komplett gesperrt werden, damit per Schiff ein neues Tragwerk eingeschwommen werden kann. Im heurigen Herbst wird im Ennshafen auf trockenem Untergrund mit dem Tragwerkbau begonnen.
Aufgabenteilung
Insgesamt müssen sieben Pfeiler und zwei Widerlager von den ÖBB, die ja die Brücke ebenfalls nutzen, ertüchtigt werden. OÖ und NÖ werden als Brückenbauherrn den Tragwerkstausch vornehmen. Nach rund acht Monaten Bauzeit ist der erste Strompfeiler fertig. So wie auch das Widerlager am niederösterreichischen Donauufer. Parallel werde mit Hochdruck an den weiteren drei Strompfeilern im Wasser und den drei Vorlandpfeilern gearbeitet, heißt es in einer Aussendung.
Allein die Ertüchtigung jedes einzelnen Brückenpfeilers stellt jeweils ein beeindruckendes Projekt dar. Dabei wird mit Schiffen rund um den Pfeiler eine Pontonbrücke errichtet, damit Baufahrzeuge und Material antransportiert werden können. Per Spundwandkasten mit Stahlwänden im Wasser wird der Arbeitsbereich trockengelegt. Verankerung findet der Pfeiler im Granit-Untergrund durch mächtige Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,2 Metern.
Um den ersten Pfeiler zu verbreitern und zu verlängern, wurden etwa 940 Kubikmeter Beton und in die Bohrpfähle weitere 426 Kubikmeter Beton sowie 225 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.
Signal
Die Fertigstellung des ersten Pfeilers sei ein wichtiges Signal, sagte LR Udo Landbauer (FPÖ): „Es wird sichtbar, dass dieses wichtige Infrastrukturprojekt konsequent vorangetrieben wird.“ Das Ziel sei eine moderne, sichere und leistungsfähige Donaubrücke.
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