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"Kein Hindernis": FPÖ kritisiert Baumfällungen in St. Pölten

Die geplante Fällung jahrzehntealter Linden in der Heidenheimer Straße sorgt weiter für politische Diskussionen.
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Die geplante Fällung von 26 Linden in der Heidenheimer Straße in St. Pölten sorgt nun auch bei der FPÖ für Kritik. Wie berichtet, sollen die Bäume weichen, weil ein Straßenbauprojekt umgesetzt werden soll. Geplant sind dabei unter anderem die Erneuerung der Gehsteige sowie die Sanierung von Fahrbahnschäden durch Wurzelaufbrüche.

Die Freiheitlichen kritisieren, dass sämtliche bestehenden Bäume entfernt und durch lediglich 14 Neupflanzungen ersetzt werden sollen.

Besonders unverständlich sei die Maßnahme laut FPÖ-Stadtrat Klaus Otzelberger deshalb, weil die Linden teils rund 90 Jahre alt seien. Laut Amtsbericht könnten die Bäume ein Alter von mehreren hundert Jahren erreichen. „Alte Stadtbäume einfach zu ersetzen, ist aus ökologischer Sicht nicht möglich“, betont Otzelberger.

„90 Jahre alter Baum ist kein Hindernis“

Die Freiheitlichen verweisen zudem auf den Klima-Check der Stadt, der das Projekt im Bereich Straßenbau negativ bewertet habe. Zwar sei eine Sanierung der Straße notwendig, dennoch müsse aus Sicht der FPÖ alles versucht werden, um möglichst viele der bestehenden Bäume zu erhalten.

„Ein 90 Jahre alter Baum ist kein Hindernis, sondern ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt“, so Otzelberger.

Wie der KURIER berichtete, hatte zuvor bereits Susanne Binder-Novak, die als wilde Gemeinderätin im Stadtparlament sitzt, die Vorgangsweise der Stadt scharf kritisiert. Aus dem Rathaus hieß es auf Anfrage, Experten hätten die Bäume geprüft; deren Restlebensdauer liege nur noch bei maximal zehn Jahren.

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