Cobra

© stephan boroviczeny

Niederösterreich
07/15/2015

Alarmstufe Rot: Terror-Drohung gegen St. Pölten

Briefschreiber drohte mit Anschlägen auf Polizeistationen in niederösterreichischer Landeshauptstadt.

[Dieser Bericht stammt vom 15. Juli 2015]

Terror-Alarm in der Landeshauptstadt St. Pölten. Ein Unbekannter soll in einem Drohschreiben der Polizei mit Anschlägen gedroht haben. Das Hinweisschreiben soll am späten Montagabend eingegangen sein. Mögliche Ziele sollen Polizeiinspektionen aber auch öffentliche Plätze sein.

Steckt IS dahinter?

"Wir haben die Kontrollen verstärkt", berichtet Polizeisprecher Thomas Heinreichsberger. Das heisst, dass derzeit jeder kontrolliert wird, der eine Polizeiinspektion betreten will. "Sichtbare Maßnahmen" aufgrund des möglichen Bedrohungsszenarios seien solche, wo es sonst keine gebe, erläuterte der Sprecher. Bei öffentlich zugänglichen Stellen wie dem Bürgerservice würden etwa derzeit Zutrittskontrollen durchgeführt. Polizeiinspektionen hätten - wie auch die Landespolizeidirektion selbst - Sicherheitsschleusen.

Verfassungsschutz ermittelt

Darüber hinaus wird geprüft, ob die Terror-Miliz "Islamischer Staat" hinter dem Schreiben stecken könnte. "Das Schriftstück wurde in Deutsch verfasst", sagt Heinreichsberger. Weil die Attacke auf die Polizei mit Waffen verübt werden solle, wie der Schreiber behauptet, werden in St. Pölten auch die Waffengeschäfte verstärkt kontrolliert. Ermittelt werde auch seitens des Landesamtes Verfassungsschutz (LV).

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