Abfallverband Schwechat: Moderne E-Flotte sammelt jetzt Müll

Verkehrsminister Peter Hanke bezeichnet die Fahrzeugflotte des Abfallverbands Schwechat als umweltfreundlichste und als Vorzeigeprojekt.
Abfallverband Schwechat

"Wir hatten riesiges Bauchweh, ob"s funktioniert", schildert Roman Stachelberger, als er vor sechs neuen Pressmüllfahrzeugen steht. Diese Fahrzeuge gehören dem Gemeindeverband für Abfallwirtschaft im Raum Schwechat (Bezirk Bruck/Leitha), dessen Obmann Stachelberger ist. Was ihm Bauchschmerzen bereitete? Ob der Plan des Verbands aufgeht, die Müllabfuhr selbstständig zu organisieren und ob die benötigten Fahrzeuge rechtzeitig da sind.

Abfallverband Schwechat

Das Abfallverband Schwechat (AWS) hat seinen modernen Standort in Schwadorf. Dort wurde die neue Flotte, die aus vier vollelektrischen Pressmüllfahrzeugen sowie zwei dieselbetriebenen Niederflurfahrzeugen besteht, präsentiert.

Denn die neuen Lastwagen sind ganz besondere und wurden als die umweltfreundlichste Müllfahrzeugflotte Österreichs präsentiert: Vier der sechs Pressmüllfahrzeuge sind vollelektrische Lastwagen. Die beiden anderen werden mit Diesel betankt. Die Mercedes E-Econic gab"s aber nicht von der Stange, sie mussten für den Abfallverband Schwechat (AWS) konfiguriert werden. Seit 1. Jänner dieses Jahres managen zwölf der 15 Verbandsgemeinden die Müllentsorgung selbst. "Die Telefone rennen heiß, wenn die Müllabfuhr nicht fährt", weiß Stachelberger, welch große Verantwortung der Verband übernommen hat. 

Überzeugungsarbeit und viel Mut

Er machte kein Geheimnis daraus, dass erst Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. "Es braucht das Wollen, es braucht die richtige Einstellung, um für die Zukunft zu gehen", war Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) beeindruckt vom Mut der beteiligten Gemeinden. An der Realisierung war das Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur beteiligt, denn 800.000 Euro kamen aus dem Fördertopf "eMove Austria", Österreichs zentraler Plattform für Elektromobilität.

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Diese habe zudem die Aufgabe, die Menschen zu überzeugen, auf E-Mobilität umzusteigen. "Was bringt das? Wir können uns unabhängig von fossilen Brennstoffen gestalten", erklärte Hanke, der sicher ist, dass E-Mobilität der richtige Weg sei. Das machte er an Zahlen fest: Allein durch die vier E-Müllfahrzeuge, die in Schwadorf stationiert sind, werden innerhalb von fünf Jahren rund 500 Tonnen CO₂ eingespart. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. "Wir müssen uns nur trauen", appellierte er. Für den Minister ist eines klar: "Solche Projekte braucht unser Land. Solche Vorzeigeprojekte sind Visitenkarten für mein Ministerium."

Bangen, ob Pressmüllfahrzeuge rechtzeitig geliefert werden

AWS-Geschäftsführer Jürgen Maschl betonte ebenfalls, dass er über den Mut und die Entscheidungsfreudigkeit des Verbands froh sei. Die Idee der selbstständigen Müllsammlung wurde im April 2025 geboren. Personal- und Fahrzeugsuche standen auf dem Programm. Ein schlagkräftiges Team war schnell zusammengestellt, aber die Autos? Es gab einen Lieferengpass, sogar Ersatzfahrzeuge für den Notfall standen schon bereit. Doch alles ging gut, es konnte mit 1. Jänner gestartet werden. 

Die Lastwagen sind mit KI ausgestattet, um Daten zu sammeln. Durch die SmartScan-Technologie ist es möglich, die Abfallzusammensetzung oder Fehlwürfe direkt im Sammelprozess zu analysieren. "Damit wir sehen, wo wir besser werden können", erklärte Stachelberger.

E-Sortierbagger werkt in Schwadorf

"Wir bleiben nicht stehen und setzen weiter auf E-Mobilität", versicherte Maschl, der dem Minister noch eine Besonderheit des Schwadorfer Standorts zeigte: "Wir haben den zweiten E-Sortierbagger Österreichs auch hier." 

Übrigens: Die Ladeinfrastruktur für die E-Fahrzeuge des AWS ist auch öffentlich zugänglich.

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