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Chronik Niederösterreich
08/22/2021

400 Teilnehmer bei Demo für den Bau der S8 im Marchfeld

Der überparteiliche Protest richtet sich gegen den Evaluierungs-Stopp von Verkehrsministerin Leonore Gewessler.

Es ist eine der unendlichen Baugeschichten Niederösterreichs. Mehr als 400 Teilnehmer haben am Samstag in Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf für die Umsetzung der Marchfeld Schnellstraße (S8) demonstriert. Unterstützt wurden die Demonstranten von hohen Landesvertretern der ÖVP, SPÖ und FPÖ. Es herrscht Einigkeit bei diesem Thema.

Seit Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) der Asfinag angeordnet hat, Straßenbauprojekte zu stoppen und einer Evaluierung zu unterziehen, reißt die Kritik aus den Bundesländern nicht ab. In NÖ sind vor allem die Marchfeld Schnellstraße S8, der Ring um Wien und die Traisental Schnellstraße S34 betroffen. In Deutsch-Wagram gingen aus diesem Grund am Samstag Kritiker auf die Straße. „Der verhängte Stopp zur Evaluierung der Marchfeld-Schnellstraße ist ein Hohn für alle Anrainer, die seit Jahren mit Lärmentwicklung und Gefahren - durch das hohe Verkehrsaufkommen - leben müssen“, zeigen sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl und die dritte Präsidentin des NÖ Landtags Karin Renner (beide SPÖ) entsetzt über so manche Entscheidung am Reißbrett des Verkehrsministeriums.

Täglich fahren mehr als 35.000 Fahrzeuge – davon 6.000 LKW – durch die Gemeinden im Marchfeld. „Müssten die Damen und Herren der Bundesregierung hier als Anrainer leben, würden - spätestens nach dem dritten rettenden Sprung zur Seite und dem versuchten von permanenter Lärmbelästigung gestörten Schlaf – umgehend die Bagger auffahren, um die S8 in Angriff zu nehmen“, ist sich Renner sicher.

Auch Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) und FPÖ-Verkehrssprecher Dieter Dorner betonten die Wichtigkeit der Schnellstraße für eine ganze Region und außerdem für die rasche Verbindung zwischen Wien und Bratislava. „Das Vorhaben steht im Bundesstraßengesetz. Niemand in Österreich soll sich über das Gesetz erheben, auch nicht unter dem Vorwand, eine Evaluierung durchzuführen", sagt Schleritzko.

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