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Chronik Niederösterreich
03/11/2019

17 neue Brücken für den Ausbau der Weinviertler Schnellstraße

Der Ausbau der S3 liegt dank des milden Winters voll im Zeitplan für die Freigabe 2020.

von Kevin Kada

154 Bohrpfähle werden aktuell entlang der neuen Trasse der Weinviertler Schnellstraße S3 in den Boden versenkt. Notwendig ist das, weil in diesem Jahr der Bau von 17 weiteren Brückenobjekten ansteht, wie Asfinag-Projektleiter Christian Siebenhofer erklärt: „Auf der etwa elf Kilometer langen Trasse bis kurz vor Guntersdorf werden wir einige neue Brücken bauen. Die längste davon wird etwas 70 Meter lang sein.“

Wie weit der Bau der rund 132 Millionen Euro teuren Schnellstraße schon fortgeschritten ist, sieht man vor allem im Raum der neuen Anschlussstelle Hollabrunn Nord. Dort sieht man die Dammaufschüttungen für eine der insgesamt 19 Brücken entlang der Trasse. Diese Dämme, die im Vorjahr aufgeschüttet wurden, sind ein essentieller Bestandteil des Brückenbaus, wie Siebenhofer erklärt: „Die sogenannten Vorlastschüttungen sind dafür zuständig, den Boden auf den Bau der Brücke vorzubereiten. Durch das Gewicht senkt sich das Erdreich um bis zu 28 Zentimeter. Damit das nicht erst beim Bau passiert schütten wir diese Dämme auf und tragen sie nach einigen Wochen wieder ab.“

Diese Abtragungen passieren in den nächsten Wochen, dann wird die Basis für die Brücken über die bestehenden Landesstraßen gebaut. Bisher hat die Asfinag zwei Brücken fertig gestellt. Diese kreuzen in der Nähe von Wullersdorf die Strecke der Nordwestbahn.

Entwässerung

Entlang der rund elf Kilometer langen Trasse werden in den nächsten Monaten unter anderem die wichtigen Entwässerungsarbeiten stattfinden. Rund 24 Kilometer Rohrleitungen werden dafür entlang der S3 verlegt. Außerdem werden an einigen Stellen Auffangbecken gebaut, um das Wasser zu sammeln und dann in die umliegenden Bäche abzuleiten. Für den Projektleiter ist eine Verkehrsfreigabe für 2020 weiterhin sehr wahrscheinlich.

Milder Winter

Das liegt vor allem am vergangenen milden Winter: „Das hat uns einen kleinen Zeitpuffer verschafft. Gerade der Bau der Brücken in diesem Jahr ist eine kritische Phase und sehr zeitintensiv.“

Der Projektleiter hofft nun auf ein niederschlagsarmes Frühjahr: „Denn der Boden hier nimmt das Wasser sehr schnell auf. Dadurch wird er weich und das erschwert die Arbeit.“