Chronik | Niederösterreich
07.07.2018

14-Jähriger stürzte im Bad auf Eisenstange: Außer Lebensgefahr

Das Freibad Horn mit der Abtrennung des Nichtschwimmerbereiches rechts - hier noch mit Fahnen bestückt.

Schmerzensschreie rissen Donnerstag am späten Nachmittag die Gäste im Freibad von Horn aus der Entspannung: Ein 14-jähriger Bub war so unglücklich auf eine 30 Zentimeter lange Fahnenstange gefallen, dass sich diese im Bereich der rechten Hüfte vollständig in den Körper des Buben bohrte.

Die gute Nachricht: Die Rettungskette hat – samt Transport mit dem Rettungshubschrauber ins Donauspital – offenbar großartig funktioniert und bei dem Buben wurden keine lebenswichtigen Organe verletzt.

Der 14-Jährige hatte auf der Abgrenzung zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich balanciert. Als er ausrutschte und stürzte, bohrte sich eine der auf den Bollern befestigten Stangen in seinen Körper. „Die Badegäste haben sofort geholfen. Eine zufällig anwesende Ärztin hat sich um ihn gekümmert und ich habe einige der Feuerwehrkameraden, die da waren und sofort gekommen sind, gleich losgeschickt um Bergegerät aus dem nahe gelegenen Feuerwehrhaus zu holen“, erzählt Bademeister Norbert Beck, der den Einsatz gemeinsam mit seinem Kollegen Manuel Palt und dem Ferialpraktikanten Clemens Fehrle organisierte. „Alle Leute haben sich großartig verhalten“, betont Beck.

Dankbar

Besonders die Eltern des verletzten Buben sind allen Beteiligten dankbar, dass sie ihrem Sohn mit so großem Einsatz geholfen haben. „Sie haben uns mitgeteilt, dass der Bub keine Spätfolgen befürchten muss“, sagt Stadtamtsdirektor Matthias Pithan.

Die Fahnen mit Metallstangen wurden vor etlichen Jahren befestigt, um Enten am Landen auf der Abgrenzung zu hindern. „Sie wurden inzwischen zur Sicherheit entfernt. In der Vergangenheit wurden sie aber bei keiner der regelmäßig stattfindenden Kontrollen beanstandet oder als Sicherheitsrisiko festgestellt“, betont Pithan. „Der Bademeister hat übrigens vor dem Unfall an diesem Tag bereits mehrmals Burschen verwarnt, die auf der Abgrenzung balanciert haben“, erzählt Pithan.