Klagenfurt: 12 Jahre Haft nach Messerstecherei auf Sommerfest

++ THEMENBILD ++ KÄRNTEN: LANDESGERICHT KLAGENFURT
Ein 22-Jähriger soll in berauschtem Zustand mehrfach auf Kopf eines Gleichaltrigen eingestochen haben.

Nicht schuldig hat sich ein 22-jähriger Kärntner zu Beginn seines Prozesses wegen versuchten Mordes am Mittwoch vor dem Schwurgericht am Landesgericht Klagenfurt bekannt. Das Gericht sah das anders: Der Mann wurde am Abend zu 12 Jahren Haft verurteilt. Die acht Geschworenen waren sich beim Schuldspruch einig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Mann soll am 6. Juli des Vorjahres in Stall (Bezirk Spittal an der Drau) mehrfach mit einem Steakmesser auf den Kopf eines Gleichaltrigen eingestochen und ihn damit bewusst zu töten versucht haben. Mit einem Urteil wird am Mittwochabend gerechnet.

Amoklauf angekündigt

Der Vorfall habe sich während des Sommerfestes einer Perchtengruppe ereignet. Laut Anklageschrift habe der Mann nach einer glimpflich ausgegangenen Rangelei einen Amoklauf angekündigt und Schießbewegungen auf verschiedene Personen gezeigt. 

20 Minuten später sei er mit einem Steakmesser zurückgekehrt und habe "ohne Vorwarnung mehrfach" auf den Kopf des Gleichaltrigen eingestochen, "solange bis die Klinge vom Steakmesser abbricht". Das Opfer habe den Angriff "nur durch glückliche Umstände" überlebt.

Zu Beginn der Verhandlung bekannte sich der Angeklagte nicht schuldig im Sinne der Anklage. Er bedauere die Tat und habe keine Tötungsabsicht gehabt. Er gestand jedoch, eine Straftat in vollberauschtem Zustand begangen zu haben.

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