Klagenfurt: Gemeinderat beschließt Aus für Gmeiner-Straße

Die Klagenfurter Gmeiner-Straße wird in Anna-Gröger-Straße umbenannt. Der Gemeinderat beschloss die Umbenennung im dritten Anlauf einstimmig.
Eine Bronzebüste eines Mannes blickt nachdenklich nach unten.

Der Klagenfurter Gemeinderat hat am Dienstagabend im dritten Anlauf eine Umbenennung der nach dem verstorbenen SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner benannten Straße - wegen schwerer Vorwürfen gegen diesen - beschlossen.

In Zukunft soll die Straße Anna-Gröger-Straße heißen. Gröger (1867-1961) war eine sozialdemokratische Politikerin und Aktivistin. Der Beschluss im Gemeinderat erfolgte einstimmig. Zuvor war eine Umbenennung zwei Mal gescheitert.

Es hatte sich im Gemeinderat nämlich keine Mehrheit für den zunächst vorgeschlagenen Namensgeber, Architekt, Stadt- und Raumplaner Rudolf Wurzer, gefunden.

Warum erste Unbenennung scheiterte

Wurzer wurden Kontakte zum Nationalsozialismus nachgesagt, auch wenn eine Prüfung durch das Kärntner Landesarchiv und das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes keine Hinweise ergab, die gegen ihn sprechen würden. Außerdem wollten einige, wenn sich schon die Gelegenheit biete, nicht erneut eine Straße nach einem Mann benennen, sondern nach einer der vielen verdienstvollen Frauen aus Klagenfurt und Kärnten.

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