SOS-Kinderdorf: Stadt Salzburg benennt Hermann-Gmeiner-Straße um

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Gegen den Gründer der Organisation wurden Missbrauchsvorwürfe laut. Nun wird eine Malerin Namenspatin für die bisher nach ihm benannte Straße.

Die Stadt Salzburg wird mit 30. April 2026 die Hermann-Gmeiner-Straße umbenennen. Das hat der Kulturausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen. Gegen den Namensgeber, den 1986 verstorbenen Gründer der SOS-Kinderdörfer, wurden im vergangenen Oktober schwere Missbrauchsvorwürfe erhoben.

Die rund 400 Meter lange Straße an der Grenze zur Nachbargemeinde Wals-Siezenheim soll in Zukunft Barbara-Krafft-Straße heißen. Die endgültige Beschlussfassung soll in der Gemeinderatssitzung am 4. Februar erfolgen. Auch die Gemeinde Wals-Siezenheim stimmt einer Umbenennung zu. 

Künftig wird Barbara Krafft geehrt

Durch den Schritt werden 114 Adressen eine neue Anschrift erhalten. Nachweisliche Sachkosten, die Anrainern entstehen, übernimmt die Stadt Salzburg. Barbara Krafft (1764-1825) war Malerin, die über viele Jahre in Salzburg lebte. 

Sie ist vor allem für ihre Porträts bekannt, etwa jenem Bildnis von Wolfgang Amadeus Mozart, das auch auf der österreichischen Ein-Euro-Münze zu sehen ist.

Auch in der Flachgauer Stadt Seekirchen, in der sich ein SOS-Kinderdorf befindet, sollen die dortige Hermann-Gmeiner-Straße und der Kindergarten gleichen Namens noch in diesem Frühjahr umbenannt werden. Welchen neuen Namen Straße und Kindergarten in Zukunft tragen werden, stand zuletzt noch nicht fest. 

Hermann Gmeiner steht im Verdacht, an zumindest acht minderjährigen Burschen "sexuelle Gewalt und Misshandlungen" ausgeübt zu haben.

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