Vier neue Kameras: Mehr Videoüberwachung für Villacher Innenstadt
Zusammenfassung
- Die Videoüberwachung in der Villacher Innenstadt wird von zwei auf sechs Kameras erweitert und umfasst zentrale Plätze sowie den Bahnhofsvorplatz.
- Die Polizei betont die präventive Wirkung und die Bedeutung für das Sicherheitsgefühl, wobei das Videomaterial bei Straftaten als Beweismittel dient.
- Der Ausbau wurde nach dem Terroranschlag 2025 beantragt und von Stadt sowie Polizei als Reaktion auf Sicherheitsbedürfnisse und wiederholte Vorfälle begrüßt.
In Villach wird die polizeiliche Videoüberwachung in der Innenstadt deutlich ausgebaut.
Zu den zwei bestehenden Kameras in der Lederergasse kommen nun vier neue hinzu, teilten die Stadt Villach und die Landespolizeidirektion Kärnten mit. Die neuen Kameras überwachen die Bereiche Rathausplatz, Hauptplatz, Kirchenplatz sowie die 10.-Oktober-Straße und die Draubrücke samt Draulände, den Bahnhofsvorplatz und den Nikolaiplatz.
Aufzeichnungen werden für 48 Stunden gesichert
Die Polizei betont vor allem die Wirkung der Kameras zur Vorbeugung von Straftaten, sowie die Auswirkung auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung: "Aus diesen beiden Gründen ist es auch wichtig, dass die Videoüberwachung nicht verdeckt, sondern für alle offensichtlich stattfindet", hieß es von der Polizei.
Ereignet sich im überwachten Bereich eine Straftat, kann das aufgezeichnete Videomaterial auch für die kriminalpolizeiliche Ermittlung als Sachbeweis herangezogen werden. Die Aufzeichnungen werden in der Regel für 48 Stunden gesichert. Das Videomaterial wird im Anlassfall, etwa bei einer Sachbeschädigung, durch die Kriminalpolizei angefordert. Außerdem kann in der Hauptdienststelle der Polizei jederzeit auf die Überwachungsbilder zugegriffen werden.
Antrag nach Terroranschlag
Der Antrag auf eine zusätzliche Videoüberwachung war nach dem Terroranschlag vom 15. Februar 2025 vom Polizeikommissariat Villach gestellt worden. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bezeichnete die Überwachung als eine "maßgeschneiderte Maßnahme, die dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Villach Rechnung trägt". Videoüberwachung an ausgewählten öffentlichen Orten sei ein wesentliches Instrument zur Kriminalitätsbekämpfung, sagte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß: "Es war daher wichtig, mit der Stadt Villach einen intensiven Dialog darüber zu führen, auf welchen Plätzen die Überwachung forciert werden muss."
Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) erklärte, die Stadt habe seit längerer Zeit eine zusätzliche Überwachung gefordert. Schon bisher seien in Villach regelmäßig Kameras eingesetzt worden, allerdings vor allem bei Veranstaltungen wie Fasching oder Villacher Kirchtag - da mussten die Kameras aber jedes Mal auf- und wieder abgebaut werden. Besonders begrüßte Albel die Kameras beim Hauptbahnhof und bei der Draulände: "Hier gab und gibt es immer wieder Vorfälle und Beschwerden aus der Bevölkerung."
Kommentare