Lautes Dröhnen in Kärnten möglich: Grund sind drei Eurofighter

Drei Militärjets fliegen in Formation durch einen grauen, wolkigen Himmel.
Drei Eurofighter werden kurzzeitig von Zeltweg nach Klagenfurt verlegt, um die Luftraumüberwachung zu sichern.

In Kärnten könnten Anrainer am Freitag, dem 30. Jänner, ein kurzes, aber lautes Dröhnen hören. Grund dafür sind drei Eurofighter des österreichischen Bundesheeres, die an diesem Tag am Flughafen Kärnten landen und dort über das Wochenende stationiert werden. Wie die Kleine Zeitung berichtet, übernehmen sie von diesem Standort aus vorübergehend die aktive Überwachung des österreichischen Luftraums.

Anschließend werden die Jets am 2. Februar wieder zum Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg verlegt. Zwischen dem 12. und 16. Februar ist eine weitere Phase der Luftraumüberwachung von Kärnten aus geplant. 

Warum werden die Eurofighter in Klagenfurt stationiert?

Solche befristeten Verlegungen haben bereits mehrmals stattgefunden und dienen laut Bundesheer dazu, die Personalsituation am Hauptstandort in Zeltweg zu entlasten. Gleichzeitig soll die Teilverlegung eine kontinuierliche Überwachung des Luftraums sicherstellen. 

Klagenfurt wird dabei als besonders soziale und praktikable Lösung betrachtet, da viele Heeresangehörige aus der Region stammen und bereits ein kleiner Teil der benötigten Infrastruktur am Flughafenareal vorhanden ist.

Kampfjets stehen für "Priorität Alpha"-Einsätze bereit

Bundesheersprecher Christoph Hofmeister erklärte gegenüber ORF Kärnten bei einer der vergangenen Eurofighter-Verlegungen, dass die Kampfjets nur für "Priorität Alpha"-Einsätze, also die höchste Alarmbereitschaft, bereitstehen. Dies sei etwa der Fall, wenn ein Flugzeug im österreichischen Luftraum per Funk nicht erreichbar ist oder eine potenzielle Gefährdung des Luftraums besteht.

"Es wird dann ein schneller Start durchgeführt und vor Ort nachgesehen, wenn sich ein Flieger, der sich über unserem Luftraum befindet, nicht gemeldet hat, dieser wird dann identifiziert. Dann heben zwei Maschinen ab, eine bleibt quasi in Reserve am Boden", erklärt Hofmeister. 

Reguläre Übungsflüge seien in diesem Zeitraum nicht geplant. "Wenn alles ruhig ist, dann werden wir die Eurofighter über das Wochenende nur hereinfliegen hören und dann wieder wegfliegen", so der Bundesheersprecher.

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