Hitze Hero, Eissalon

© Jürg Christandl

Hitzehero, Woche 1
07/19/2013

Heiße Produktion von eiskalten Leckereien

Uli Reinbacher, 51, versorgt Wien-Mauer seit 15 Jahren mit Eisspezialitäten.

von Anna-Maria Bauer

Morgens, halb sieben in Wien-Mauer: Während die Nachbarn gerade ihr Frühstück einnehmen, ist Uli Reinbacher bereits fleißig dabei, Eis zu produzieren .

Seit 15 Jahren versorgt die 51-Jährige das Grätzl mit Eisspezialitäten. Für die Kunden eine angenehme Erfrischung an heißen Tagen, doch die Eis-Chefin kommt beim Produzieren der Süßspeise ordentlich ins Schwitzen.

Der Pasteur brummt und erhitzt, der Freezer surrt und kühlt – in jedem Fall erzeugen die vielen Maschinen in der kleinen Eisküche ordentliche Temperaturen. Gleichzeitig köchelt die Heidelbeersauce am Herd. „35 Grad hat es schnell einmal in der Küche“, erzählt die gebürtige Scheibbserin. Die einzige Abkühlung: hin und wieder einen Löffel Eis naschen. Auch wenn sie seit Jahren jeden Tag in den Sommermonaten von Speiseeis umgeben ist – überdrüssig ist sie des Eises nicht geworden.

240 Liter Milch

„Heute hat der Biobauer 240 Liter Milch vorbeigebracht, die verarbeitet werden müssen“, erzählt die Besitzerin. Dann müssen Kirschen entkernt und muss Rhabarber geschält werden. Wannen zwischen 50 und 100 Liter Milch- und Fruchteis produziert Reinbacher pro Tag. „Am besten gehen die Klassiker – Erdbeere, Vanille und Schokolade.“ Aber die Leute würden auch immer öfter nach ungewöhnlichen Sorten wie Basilikum verlangen.

Angefangen hat alles mit einem Ferialjob. Bei einer Freundin in Großenzersdorf hat Reinbacher zum ersten Mal Eis-Luft geschnuppert – und ist nicht mehr davon weggekommen. „Seit meinem Ferialjob war es mein Traum, einmal ein eigenes Eisgeschäft zu haben.“

Selbst als die bereits einen Job in der Wirtschaftskammer hatte, half sie am Wochenende im Eisgeschäft aus. Mit 39 ergab sich dann die Chance auf ein eigenes Lokal. „Anfangs war es doch gruselig“, erzählt Reinbacher. „Ich hatte keinen Mitarbeiter und war für alles selbst verantwortlich – rund um die Uhr.“

Trotzdem machte sie die Arbeit glücklich. Und das, obwohl sie von Anfang März bis Ende September keinen freien Tag hat. Das könnte heuer zum ersten Mal anders sein: „Ich schule gerade meine zwei Söhne im Eismachen, denn ich würde gerne für drei Tage nach Verona.“

Anzahl der Stimmen bis Freitag, 18 Uhr: 1785

Der Gewinner der ersten Voting-Woche wird am Sonntag im KURIER und online auf KURIER.at präsentiert.

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