© Feuerwehr Rechnitz

Chronik Burgenland
07/07/2021

Zwei Brände: Akkus wurden in der Hitze brandgefährlich

E-Roller in Rechnitz und Elektroboot in Rust brannten. Fachmann gibt Tipps zum sicheren Umgang mit Akkus

von Paul Haider

Mit den Temperaturen steigt auch die Brandgefahr. Das gilt nicht nur für ausgetrocknete Felder und Waldstücke; auch in den eigenen vier Wänden ist während der Hitzewelle Vorsicht geboten, insbesondere im Umgang mit Akkus.

Am Dienstag hat ein E-Roller ein Kellerstöckl in Rechnitz, Bezirk Oberwart, in Brand gesetzt. Größeren Schaden konnte eine Gruppe von drei Bundesheersoldaten im Assistenzeinsatz verhindern, die am Weg zurück vom Grenzübergang Rechnitz die Rauchentwicklung bemerkten. Einer der Soldaten griff kurzerhand zum Gartenschlauch und unternahm einen Löschversuch - mit Erfolg: Bis zum Eintreffen der Feuerwehr war der Brand bereits unter Kontrolle.

Etwa zur gleichen Zeit brannte ein Elektroboot in der Ruster Bucht. Es war am Anlegeplatz an der Ladestation angeschlossen, als das Feuer ausbrach. Glücklicherweise kam bei beiden Bränden niemand zu Schaden.

Tipps vom Experten für Brandverhütung

Anlässlich der beiden Brände hat sich der KURIER bei Martin Mittnecker, dem Leiter der Brandverhütungsstelle im Landesfeuerwehrverband, nach dem sicheren Umgang mit wieder aufladbaren Akkus erkundigt. „Jeder Akku, der unbeaufsichtigt geladen wird, birgt ein Restrisiko. Aber je hochwertiger die Produkte und die Ladeelektronik sind, desto geringer ist das Risiko.“

Die aktuell herrschende Hitze sei an sich nicht das große Problem: „Die Akkutemperatur spielt eine Rolle, aber eine korrekte Ladeelektronik erkennt die Temperatur und setzt den Ladevorgang entsprechend aus“, erklärt Mittnecker. Die höchste Brandgefahr würde von billigen Geräten ausgehen, die in die Kategorie „E-Spielzeug“ fallen, sagt der Feuerwehrmann.

Sorgsamer Umgang ist geboten

Grundsätzlich sollte man ein Gerät während des Ladevorgangs nicht unbeaufsichtigt lassen und kein Zubehör von Drittanbietern verwenden. „Oft, wenn etwas während dem Laden passiert, stellen wir fest, dass kein Original-Ladegerät verwendet wurde. Oft besteht auch ein Zusammenhang mit einer mechanischen Beschädigung. Man sollte mit Akkugeräten sorgsam umgehen“, mahnt Mittnecker zur Vorsicht.

Außerdem sei zu Bedenken, dass sich manche Räume nicht zum Laden von Akkus eignen. Den E-Roller im Stiegenhaus anzustecken sei beispielsweise keine gute Idee: Das Brandrisiko sei dabei direkt im Fluchtweg abgestellt.

Löschen den Experten überlassen

Doch was tun, wenn trotzdem einmal ein Akkugerät zu brennen beginnt? „Das Löschen eines Metallhydrid-Akkus ist mit herkömmlichen Mitteln fast unmöglich“, weiß der Fachmann. Es sei nicht ratsam, zu versuchen, die Flammen selbst mit dem Feuerlöscher zu bekämpfen. Martin Mittneckers Rat für den Ernstfall: „Sofort die Feuerwehr verständigen, möglichst viele Türen schließen und schnell das Haus verlassen.“

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.