© Privat

Chronik | Burgenland
03/15/2019

„Wir haben die Bäume nicht aus Jux und Tollerei umgeschnitten“

Die vier gefällten Bäume am Areal des Seebads waren hohl. 15 Bäume werden neu gepflanzt; 50.000 Euro will die städtische Seebad-Gesellschaft heuer am See investieren.

52.000 Gäste zählte das Ruster Seebad in der Saison 2018. Der neue Geschäftsführer der Ruster Seebad Betriebsgesellschaft, Harald Weiss, will da „unbedingt zulegen“, wie er im KURIER-Gespräch erklärt. Rund 50.000 Euro sollen dafür allein heuer investiert werden.

Seit vergangenem September lenkt Weiss die Geschicke der 100-prozentigen Wirtschaftstochter der Freistadt am See, und für seine erste volle Saison hat er sich drei Ziele gesetzt, die er plakativ auf den Punkt bringt: „Schatten, Spielangebot und Sauberkeit“.

Konkret wird der Spielplatz am Gelände erneuert, und auch die Minigolfanlage soll saniert werden. Zudem werden heuer 15 neue Bäume gepflanzt, kommendes Jahr kommen noch einmal so viele dazu. Die Weiden werden in einer Reihe gepflanzt und sollen schon im heurigen Sommer Schatten spenden.

Hohle Bäume

Apropos Bäume: Spaziergänger hatten sich zuletzt darüber ereifert, dass auf der Liegewiese des Seebadareals zahlreiche Bäume umgeschnitten wurden. Weiss ärgert sich ein wenig darüber, denn „wir haben rund 100 Bäume auf dem Gelände und nur vier mussten gefällt werden. Dafür pflanzen wir heuer 15 neue“.

Bei einer Begehung mit einem Gärtner sei festgestellt worden, dass die Weiden ab einer Höhe von zwei Metern hohl waren. „Wir haben die Bäume ja nicht aus Jux und Tollerei umgeschnitten“, verweist Weiss auf mögliche Gefahren für Besucher.„Da kann es ja um Leib und Leben gehen“.

Rund ein Drittel der Seebad-Gäste (Tageseintritt für einen Erwachsenen: 5,50 Euro) kommt derzeit aus Rust – die Freistadt ist mit rund 1900 Einwohnern der kleinste Verwaltungsbezirk Österreichs. Zwei Drittel sind Urlauber rund um den See, die dem Ruster Seebad einen Besuch abstatten. Manche von ihnen sollen künftig noch stärker an die Storchenstadt gebunden werden und länger als bloß einen Tag bleiben. Etwa im stadteigenen 130-Betten-Hotel am See. Nach jahrelangen Umbauarbeiten im Altbau wurde im Vorjahr das neue Gebäude fertiggestellt.