Heinrich Dorner

© Kurier / Juerg Christandl

Chronik Burgenland
02/09/2021

„Wir brauchen Alternativen für den Nachwuchssport“

Landesrat Dorner fordert Plan für Öffnung.

Interview. Lange ist Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) noch nicht für die Sportagenden im Burgenland zuständig. Diese sind erst im Zuge der Regierungsumbildung nach dem Rücktritt von Christian Illedits im Zuge der Commerzialbank-Pleite zum Mittelburgenländer gewandert. Insgesamt hätte er sich in diesem Bereich aber wohl mehr Arbeit erhofft. Denn dank der Corona-Maßnahmen sind viele Sportanlagen verwaist – und derzeit ist kein Ende dieser Situation in Sicht.

Genau das ärgert den Landesrat, deshalb fordert er vom Bund einen Plan für eine schrittweise Öffnung. „Zumindest im Nachwuchsbereich hätte man im Zuge der Schulöffnung darüber nachdenken können“, sagt Dorner im KURIER-Talk im Pods & Bowls auf der Wiener Mariahilfer Straße. Während es im Burgenland fix fertige Konzepte gebe, die sich im Sommer bereits bewährt hätten, sei der Bund säumig.

Viele offene Fragen

Selbiges gilt für Dorner auch in einem ganz anderem Bereich, dem Verkehr. Vor allem, was die für heuer geplante Einführung des 1-2-3-Tickets betrifft. „Da gibt es viele offene Fragen, wie zum Beispiel, warum ein Burgenländer für dieselbe Wegstrecke vom selben Bahnhof mehr zahlen soll als ein Niederösterreicher“, so der Landesrat. Antworten erhofft er sich beim Ende Februar angesetzten Termin mit Ministerin Leonore Gewessler (Grüne), vorher könne man nicht in die Umsetzung gehen. Ob das Burgenland die Einführung blockieren werde? Dorner bleibt diplomatisch: „Wir werden es nur umsetzen, wenn es auch sinnvoll für das Burgenland ist.“ Eine Umfrage habe ergeben, dass 70 Prozent eher für den Ausbau der Infrastruktur als für die Senkung der Ticketpreise seien.

Das Burgenland sieht Dorner in diesem Bereich benachteiligt. „Nicht einmal ein Prozent der Investitionen im ÖBB-Rahmenplan gehen ins Burgenland.“ Wo man könne, habe man sich deshalb entschlossen, selbst initiativ zu werden. Wie zum Beispiel im Fall des vom Land in Eigenregie betriebenen Südburgenlandbusses, der Pendler um rund 25 Minuten schneller nach Graz bringt als bisher. „Der Bedarf war da, deshalb haben wir nach Lösungen gesucht und gefunden. Die ersten Reaktionen sind sehr positiv“, argumentiert Dorner. Eine Bewerbung für die heuer zur Ausschreibung stehende Pendlerbuslinie G1 nach Wien schließt Dorner aber aus. M. Pekovics

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