© ungorf/iStockphoto

Studie
10/25/2019

Warum Sparschweine im Burgenland gut gefüttert werden

Laut Erste Bank wird Geld am liebsten auf ein Sparbuch gelegt. Und im Burgenland wird wieder mehr zur Seite gelegt.

„Die Burgenländer“, sagt Georg Posch, „sind nach wie vor fleißige Sparer.“ Das ist aber nicht nur der subjektive Eindruck des Landesdirektors der Erste Bank.

Posch bezieht sich dabei auf eine IMAS-Studie, die im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen erstellt wurde und die – vor allem im Bezug auf das Sparverhalten der Pannonier – am Donnerstag in Eisenstadt präsentiert wurde.

250 Euro legen die Burgenländer im Durchschnitt pro Monat auf die Seite. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es 171 Euro. Dass die Sparschweinderl so eifrig gefüttert werden, habe allerdings auch „zwei Seiten“. „Es ist positiv, dass so viel Geld auf die Seite gelegt wird. Negativ ist aber, dass das Geld meist auf ein Sparbuch kommt“, sagt Posch.

Trotz des Niedrigzinsniveaus bleibe die Einlage am Sparbuch Nummer eins. 86 Prozent der Burgenländer sind laut Studie „sicherheitsbetonte Sparer“, 12 Prozent sind „risikobereite Anleger“, die auch mögliche Verluste in Kauf nehmen würden.

Was aber verwundert: 67 Prozent der befragten Burgenländer gaben laut der Studie an, das Sparbuch „nicht mehr zeitgemäß“ zu finden – vor allem aufgrund der niedrigen Zinsen sowie des Wertverlustes.

Sieben Milliarden weg

Laut Österreichischer Nationalbank (OeNB) liegen bei österreichischen Banken über 260 Milliarden Euro auf gering verzinsten Produkten, um 27 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

„Hätten die Österreicher in den letzten fünf Jahren nur zehn Prozent davon nicht aufs Sparbuch, sondern in Aktien angelegt, hätten sie sieben Milliarden Euro an zusätzlichen Erträgen erwirtschaften können“, rechnet Posch vor.

Drei Monatgehälter als Reserve

Drei Monatsgehälter, so der Tipp des Bankers, solle man als „Liquiditätsreserve“ auf einem Sparbuch parken. „Parallel dazu sollte man nachdenken, wofür man das Geld braucht und dann die entsprechende Anlageform wählen.“

Aktien oder festverzinste Wertpapiere seien ein Tipp. „Und das Risiko glättet sich bei diesen Anlageformen mit der Tangente Zeit.“

Die Top-Alternativen zum Sparbuch sind laut Studie übrigens der Bausparvertrag, Immobilien und Fonds.

Sparquote über EU-Schnitt

Die Sparquote habe sich allerdings österreichweit schon geändert: Während im Jahr 2009 noch 11,4 Prozent vom frei verfügbaren Einkommen gespart wurden, liege der Wert heute bei 7,4 Prozent.

Im Vergleich mit der durchschnittlichen Sparquote der anderen EU-Ländern liege Österreich mit dieser Sparquote aber dennoch doppelt so hoch, räumt Erste Bank-Landesdirektor Posch ein.

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