Warum Skifahrer aus dem Burgenland in Salzburg so beliebt sind

Burgenländische Skiwoche in Altenmarkt
Seit 1975 findet die Skiwoche in Altenmarkt statt, heuer mit 468 Teilnehmern. Der Bürgermeister spricht von Freundschaft zwischen Gemeinde und Land.

Im Februar 1975 fand zum ersten Mal die burgenländische Skiwoche im Salzburger Altenmarkt statt – damals übrigens noch gemeinsam mit einer Weinwoche.

Lang, lang ist es her.

Zur 51. Auflage – der Skiwoche – im heurigen Jahr haben sich 468 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, darunter 94 Kinder.

Seit zwölf Jahren organisiert Alex Hegedüs, Vizepräsident des burgenländischen Skiverbands, die Skiwoche in der 4.700-Einwohner-Gemeinde im Pongau. 

Heuer seien die Schneeverhältnisse dank des frühen Schneefalls und der tiefen Temperaturen geradezu „perfekt“, schwärmt der Südburgenländer Hegedüs, der mittlerweile selbst schon ein halber Altenmarkter ist: „Wir hatten noch nie so gute Pisten.“

Land baute Heim

Zielgruppe für die Wintersportwoche in den Alpen sind Familien mit Kindern. Angeboten werden Kurse für Anfänger ebenso wie für Asse. Die mehr als moderaten Kurskosten von 120 Euro für die ganze Woche sind u. a. deshalb möglich, weil die Burgenländer mit eigenen Instruktoren anreisen – Studenten, die sich etwas dazuverdienen.

Am Beginn der Skiwoche stand der Wunsch, Kindern aus dem Burgenland kostengünstig das Erlernen des Skifahrens zu ermöglichen. Dafür kaufte das Land Burgenland in Altenmarkt sogar ein 4.000 m2 großes Grundstück und errichtete Mitte der 1970-er Jahre um rund 20 Millionen Schilling (1,5 Mio. Euro) ein eigenes Jugendheim.

Vor mehr als einem Jahrzehnt wurde das Heim verpachtet, weil dem Land die überfällige Sanierung zu teuer war.

Die Skiwoche aber besteht weiter und erfreut sich sogar wachsender Beliebtheit. Und auch das Land unterstützt die Woche nach wie vor. 

„Die Förderung des Landes fließt zu 100 Prozent in den Skikurs und verringert die Kosten für die Familien“, sagt Hegedüs. So kostet die Liftkarte nur 20 Euro pro Kind und die „Burgenland-Skier“ können gratis ausgeborgt werden.

Nur die Unterkunft müssen sich die Urlauber aus dem Burgenland selber buchen. „Manche wollen ins Wellnesshotel mit allem Drum und Dran, andere übernachten bei privaten Zimmervermietern“, weiß Hegedüs.

Er ist überzeugt, dass die burgenländische Skiwoche auch die Altenmarkter Touristiker freut: „Viele Skigäste aus dem Burgenland kommen dann auch im Sommer hierher auf Urlaub.“

Das bestätigt auch Altenmarkts Bürgermeister Josef Steger (ÖVP): „Die Skiwoche hat für uns sehr große Bedeutung.“ Dass ein ganzes Bundesland dahinter steht, sei „ein Alleinstellungsmerkmal“. Längst bestehe eine „Freundschaft“ zwischen Gemeinde und Land.

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