Abschied von Waltraud Bertoni: Eine stille Kraft der Kunstszene

Eiermuseum von Wander Bertoni
Waltraud Bertoni war mehr als die Witwe von Wander Bertoni – sie war Motor und Bewahrerin seines künstlerischen Erbes.

Zusammenfassung

  • Waltraud Bertoni, Witwe des Bildhauers Wander Bertoni, ist am 25. Jänner 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben.
  • Sie war über Jahrzehnte Motor, Organisatorin und Bewahrerin des künstlerischen Erbes ihres Mannes und prägte das Freilichtmuseum in Winden am See maßgeblich mit.
  • Die Verabschiedung findet am 27. Februar im Freilichtmuseum statt, Spenden werden zugunsten der Palliativstation St. Raphael erbeten.

Mit Waltraud Bertoni verliert das Burgenland eine Frau, die im Hintergrund Großes bewirkt hat. Die Witwe des Bildhauers Wander Bertoni ist am 25. Jänner 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben.

„Stasi“, wie sie von Familie und Wegbegleitern genannt wurde, war weit mehr als die Ehefrau eines international renommierten Künstlers. Über Jahrzehnte hinweg war sie Motor, Organisatorin und Bewahrerin des künstlerischen Erbes ihres Mannes. Das Freilichtmuseum in Winden am See, das sie gemeinsam mit Wander Bertoni aufgebaut hat, trägt auch ihre Handschrift – als Ort der Begegnung, der Kunst und der Natur.

Bis zuletzt zeigte sie sich öffentlich engagiert. Einer ihrer letzten Auftritte war die Enthüllung der Skulptur „Wind“ am Kreisverkehr zwischen Breitenbrunn und Winden – ein weiteres sichtbares Zeichen für das fortdauernde Wirken der Familie Bertoni im Land.

In der Parte heißt es, Waltraud Bertoni habe das Leben, die Menschen und die Kunst geliebt. Ihr Wesen sei von Großzügigkeit und Herzlichkeit geprägt gewesen. Diese Haltung spiegelte sich auch in ihrem Einsatz für das Freiluftmuseum wider, das nicht nur Erinnerungsort, sondern lebendiger Kulturraum ist.

Die Verabschiedung findet am 27. Februar um 11 Uhr im Freilichtmuseum Wander Bertoni in Winden am See statt. Die Einsegnung erfolgt in der Grabkapelle „Tomba Etrusca“ am Museumsgelände, wo sie neben ihrem Mann ihre letzte Ruhe finden wird. Die Familie bittet anstelle von Kränzen um Spenden an die Palliativstation St. Raphael des Krankenhauses Göttlicher Heiland.

Mit Waltraud Bertoni geht eine Persönlichkeit, die Kunst nicht nur begleitete, sondern mittrug – leise, aber prägend.

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