Chronik | Burgenland
26.03.2018

Vom Märchenwald zum größten Freizeitpark Österreichs

Die Attraktionen im Familypark locken Tausende Besucher an, sei es der Seedrache wie am Bild oder die Hochschaubahnen

St. Margarethen.

Der Familypark lockte im Vorjahr mehr als 620.000 Besucher an. Zum 50-Jahr-Jubiläum wurden sechs Millionen Euro investiert. Was als Märchenwald mit einigen Attraktionen und vor allem Schaubildern von Rotkäppchen und Co. begann, entwickelte sich in den vergangenen 50 Jahren zum größten Freizeitpark Österreichs. Der Family Park in St. Margarethen, Bezirk Eisenstadt Umgebung, zieht Besucher aus ganz Österreich und den Nachbarländern an. Am Samstag wurden die Türen für die Saison 2018 geöffnet. Im Vorjahr verzeichneten die Parkbetreiber 620.000 Besucher, erklärt Lisa Wagner-Körmendi, Leiterin Marketing und Vertrieb.

Gründung

Erwin Müller, ein Vorarlberger Steinmetz, gründete den ursprünglichen Märchenwald 1968. Die damaligen Attraktionen waren die Märchenfiguren und Tiere. 1984 übernahm Müllers Sohn Mario den Betrieb. Die Umwandlung in einen Themenpark begann in den 1990er Jahren. Die Förderungen nach dem EU-Beitritt 1995 hätten den Ausbau beschleunigt. Seit 2010 ist die Attraktion unter dem Namen Familypark bekannt.

Für das Jubiläumsjahr nimmt die Parkleitung rund sechs Millionen Euro in die Hand. Was dem Durchschnitt von vier bis sechs Millionen Euro an Investitionen im Jahr entspreche. Die Hochschaubahnen sind auf einem 145.000 Quadratmeter großen Areal verteilt und wurden über die Jahre immer mehr. Sei es der „Götterblitz“, die „Rattenmühle“ oder der neue „Almjodler“ bei dem es acht Meter in die Höhe und im freien Fall wieder nach unten geht.

Besuchermagnet

Ein Viertel der Besucher kommt aus Österreich, der Rest sind vor allem Ungarn und Slowaken. In der Hauptsaison beleben rund 5000 Menschen pro Tag den Familypark.

In der Zukunft will das Unternehmen, das Mitglied beim Verband Deutscher Freizeitparks ist, noch weiter wachsen. „Die Familie Müller hat sich dazu bereits umliegende Grundstücke gesichert“, sagt Wagner-Körmendi. Da der Park aber im Schutzgebiet liege und auch über eine Bezirksgrenze verlaufe, sei eine Erweiterung nicht immer einfach.

Zur Zielgruppe gehören vor allem Buben und Mädchen im Kindergarten- und Volksschulalter. Es würden aber auch Jugendliche bis zu 17, 18 Jahren in den Park kommen. Eine Konkurrenz durch Computer und Tablet sieht die Vertriebsleiterin nicht. Ganz im Gegenteil. Der Park biete die Möglichkeit einmal abzuschalten. „Wir sind das Alternativprogramm zum Tablet“, meint Wagner-Körmendi. www.familypark.at