„Tosca“ im Steinbruch: Proben für Sommeroper starten
Im Steinbruch St. Margarethen hat die entscheidende Phase für die Opernproduktion des heurigen Sommers begonnen: Das Ensemble von Puccinis „Tosca“ ist zu den ersten Proben zusammengekommen. Bis zur Premiere am 15. Juli bleiben nun noch rund fünf Wochen Zeit, um die monumentale Produktion auf die Bühne zu bringen. „Wenn Proben beginnen, ist das einer der schönsten Tage“, sagt Intendant Daniel Serafin. „Alle kommen zusammen aus aller Herren Länder. Der Regisseur führt alle ein und somit beginnt es wirklich.“ Noch wird an vielen Details gearbeitet. Während Sängerinnen und Sänger ihre Rollen erarbeiten, laufen parallel die letzten Aufbauarbeiten am Bühnenbild. Bereits jetzt prägen riesige Engelsskulpturen, monumentale Bauwerke und barocke Elemente die Szenerie. Das Publikum soll in das Rom des Jahres 1800, in die Zeit der Napoleonischen Kriege eintauchen, eine Welt zwischen Liebe, Macht, Intrigen und Schicksal.
Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger, der bereits mit „Turandot“ und „Aida“ für spektakuläre Produktionen im Steinbruch verantwortlich zeichnete, kündigt eine „Tosca mit einem Twist“ an. Für die Hauptrollen konnten auch heuer internationale Opernstars gewonnen werden. Die irische Sopranistin Celine Byrne übernimmt als eine von Dreien die Titelrolle der Floria Tosca. Für sie ist es bereits die vierte „Tosca“-Produktion, gleichzeitig kehrt sie nach ihrem Auftritt in „Turandot“ zurück in den Steinbruch. „Es wird eine großartige Tosca“, sagt Byrne. „Durch diese besondere Spielstätte wird sie ganz anders sein.“ Besonders reizvoll sei für sie die Darstellung einer starken Frauenfigur. An ihrer Seite steht der norwegische Tenor Bror Magnus Tødenes als Mario Cavaradossi auf der Bühne. Die Rolle zählt für ihn zu den großen Traumrollen seiner Karriere. „Viele meiner großen Tenor-Idole wie Pavarotti oder Domingo haben diese Partie gesungen“, erzählt er. Nach ersten Aufführungen in Florenz freut er sich nun auf sein Debüt im Steinbruch St. Margarethen.
Für Serafin steht fest, dass die diesjährige Produktion sowohl Opernliebhaber als auch Neulinge ansprechen soll. „Tosca ist ein Opernblockbuster, ein Klassiker in einer fantastischen Inszenierung und die Bilder sprechen mehr als tausend Worte.“, sagt der Intendant. Und auch für Kenner des Werks soll es Überraschungen geben. Serafin kündigt spektakuläre Effekte und unerwartete Momente an: „Es wird einige Überraschungen geben - von Kanonenschüssen bis zu Verwandlungen der Tosca.“ Die Vorfreude scheint jedenfalls groß zu sein. Laut Serafin liegt der Kartenverkauf derzeit rund 20 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach dem Erfolg des „Fliegenden Holländers“ hofft man auch heuer wieder auf einen Opernsommer vor volleren Rängen als beim Fliegenden Holländer letztes Jahr.
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