Neustart: Aus Guttomat wird "The Door Manufactory"
Ein Güssinger Unternehmen mit wechselvoller Geschichte versucht einen Neustart: Am kommenden Montag übernimmt „The Door Manufactory GmbH“ die Torproduktion im Südburgenland, die seit bald 40 Jahren unter dem Namen „Guttomat“ weithin bekannt ist.
Hinter der neuen Gesellschaft stehen Investoren mit klingenden Namen – Ex-Landesholding-Chef Hans Peter Rucker ist ebenso dabei wie der mittelburgenländische Unternehmer Anton Putz. Auch der Geschäftsführer ist eine bekannte Größe: Werner Blohmann, früher beim Frottierwarenhersteller Vossen in Jennersdorf.
Die in der Region verwurzelten Gesellschafter hätten „ausreichend finanzielle Mittel in die Firma eingebracht“, sagt Blohmann im KURIER-Gespräch. Man setze auf Eigenkapital und verzichte auf Bankdarlehen sowie auf Förderungen. Bei der Wirtschaftsagentur des Landes habe man nicht um Unterstützung angefragt.
„The Door Manufactory“ setzt zwar weiter auf qualitativ hochwertige Tore, die am Standort seit Ende der 1980-er Jahre auf individuellen Wunsch der Auftraggeber hergestellt werden, aber man will die Fehler der Vergangenheit vermeiden, so Blohmann.
Es gibt einen Markt für spezielle Tore
„Wir sind überzeugt, dass das Produkt als solches gut ist und es dafür einen Markt gibt“. Der Vertrieb erfolgt zukünftig ausschließlich über Fachhändler in Österreich, der Europäischen Union und in Großbritannien.
Von der Vorgängerfirma „DSA“, die im vergangenen Herbst zum zweiten Mal in die Insolvenz geschlittert war, wurden die rund 20 Mitarbeiter aus der Produktion übernommen. Mit dem Start von „The Door Manufactory“ erlischt die „DSA“.
Auf und Ab
Für den Vertrieb der neuen Firma ist Markus Leitner verantwortlich, für die Produktion unverändert Josef Jani. Heuer sollen rund 2.000 Tore hergestellt werden, im kommenden Jahr sind 3.000 geplant.
Den ersten Knick für die Guttomat Torsysteme gab es 2005 mit einem Konkurs. Danach erfolgte der Einstieg der IB Industrie-Beteiligungen und des Athena Fonds der Wirtschaftsagentur. Später landete das Unternehmen in französischen Händen, zuletzt bei der heimischen „DSA“.
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