Mark Greiner

© Privat

Bodystyling
12/03/2012

Südburgenländer auf den Spuren von Schwarzenegger

Der Südburgenländer Mark Greiner ist Vizeweltmeister im Bodystyling.

Sein Tag ist aufs Training abgestimmt. Bis zu 6000 Kalorien nimmt er am Tag zu sich, vorm Wettkampf sind das 2,5 Kilogramm Hühnerfleisch. „Jeden Abend wird gekocht, damit ich am nächsten Tag alle zwei bis zweieinhalb Stunden essen kann“, sagt Mark Greiner. Sein Körperfettanteil liegt trotzdem nur bei etwa 5,5 Prozent, „dass ist schon der unterste Bereich des Möglichen.“

Der gebürtige Burgenländer, der heute in Wien lebt, hat vor Kurzem in der Klasse „Super Body to 35“ den Vizeweltmeistertitel im Bodystyling errungen. Nächstes Jahr will er den Weltmeistertitel holen. Auch sein Trainingspartner Armin Gangl aus Kärnten wurde in seiner Klasse Vizeweltmeister. „Er hat auch den Vize-Mister-Universe geholt, den Titel, der Arnold Schwarzenegger berühmt machte“, sagt Greiner. Die beiden sind die führende Athleten im Body Styling in Österreich (siehe Zusatzbericht unten)

Vor dem Wettkampf wird jeden Tag zwei Mal trainiert. Im Jahr 2000 hat der heute 28-Jährige mit dem Training begonnen. „Durch meinen Großvater und Vater bin ich zum Kraftsport gekommen“, sagt Greiner. Sein Opa hat ein Fitnesscenter in Güssing. „Ich betreibe es schon sehr professionell“, sagt der Bodystyler. Sein Auskommen finde er damit nicht. „Es ist eine Randsportart. Wäre ich Vizeweltmeister in der Formel 1 könnte ich gut davon leben“, sagt Greiner, der Filialleiter einer Handelskette ist.

Schokoladenseite

Trainiert wird mit „leichten“ Gewichten. Heißt laut Greiner – 130 bis 140 Kilogramm beim Bankdrücken. „Für meinen Muskelapparat ist es relativ wenig, aber zu hohes Gewicht geht auf die Sehnen und Gelenke“, sagt Greiner. Jeden Muskel könne man trainieren, wenn man weiß, wie es geht. Jeder habe seine Schokoladenseiten, „die besser aufs Training ansprechen“. Bei ihm seien das Arme und Beine.

Durch sein Aussehen und den Sport habe er auch immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. „Fünf oder sechs Leute haben den Sport in Verruf gebracht“, sagt Greiner. Illegale Präparate habe er aber nicht nötig. „Ich hatte schon viele Dopingtests, die immer negativ ausgefallen sind.“

Ästhetik zählt mehr als Muskelberge

Unterschiede zwischen Bodystyling und Bodybuilding gebe es nicht wirklich viele. Überall stehen Muskel im Vordergrund. „Die beiden Varianten sind von der Trainingsauslegung etwas anders“, erklärt Thomas Zambo, der ein Fitnesscenter in Großpetersdorf, Bezirk Oberwart, betreibt. „Die Masse steht beim Bodystyling eher im Hintergrund, das Gesamterscheinungsbild und die Ästhetik zählen mehr“, sagt Zambo, der selbst seit 25 Jahre Kraftsport betreibt. Beim Bodybuilding würde auch eher zu Nahrungszusatzstoffen gegriffen, „die oft nicht mehr ganz legal sind“, weiß der Fitnesstrainer.

Bei der Weltmeisterschaft der Bodystyler waren 180 Teilnehmer am Start. Junioren, Frauen und Männer aus 27 Nationen waren in Linz dabei.
Organisiert wurde der Wettkampf von einem der größten Kraftsportverbände der Welt, der Worldfitnessfederation (WFF).

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